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Selfcare ©Elizaveta Porodina

Die eigenen Bedürfnisse zu kennen und sie bedienen zu können ist eine unterschätzte Kompetenz. Unter dem Begriff Selfcare, zu Deutsch Selbstfürsorge, entwickelt sie sich aber momentan zu einem der größten Trends unserer Dekade. Die Fotografin Elizaveta Porodina fasste das Thema für die DIVA in Bilder, die Autorinnen Nadia Narain and Katia Narain Phillips spendeten die Worte.

Fotos Elizaveta Porodina /Sonja Heintschel Licht Josef Beyer -Muse Jennifer Pugh Produktion Margit Kratky -Redaktion Lucie Knapp Make-up Tatyana Harkoff Hair Eloisa Cheung / Industry Management Setdesign Colin Lytton /Industry Management Assistenz Setdesign Lauren Pascarella
Special Thanks to Pier59 Studios

Im Gleichklang

Selfcare©Elizaveta-Porodina

»Man kann der Welt mehr geben und mehr zu ihr beitragen, wenn man sich in seiner Haut wohlfühlt.« Die Schwestern Nadia Narain and Katia Narain Phillips widmeten der Selbstfürsorge ein ganzes Buch. In »Self-Care -sei gut zu dir«, erschienen im DK-Verlag, geben sie wertvolle Tipps und erklären, dass es keineswegs egoistisch ist, sich gut um sich selbst zu kümmern. Denn bei Selfcare gehe es nicht um oberflächliche Wünscherfüllung, sondern um grundlegende menschliche Bedürfnisse sowie die psychische und physische Gesundheit -und die hat nicht zuletzt für die Gesellschaft einen sehr großen Wert.

Balanceakt

»Der erste Schritt hin zu Self-Care ist Achtsamkeit. Man beginnt damit, wahrzunehmen, was der Körper braucht und wie er reagiert. So verfeinert man seine Intuition und lernt, sich besser zu verstehen. Das kann man z. B. über eine gute Ernährung tun -eine sehr einfache Art, sich selbst etwas Liebe und Fürsorge entgegenzubringen -oder über die Gestaltung seines Zuhauses zu einem Ort, an dem man sich ausruhen und Kraft schöpfen kann. Wenn man auf seinen Körper hört, wird er signalisieren, was er braucht. Das hilft, im seelischen Gleichgewicht zu bleiben.«

Neue Tonalität

Selfcare3©Elizaveta-Porodina

»Wenn man seine innere Stimme nicht mag, sollte man eine neue finden. Viele Menschen sind daran gewöhnt, sich selbst zu kritisieren. Das ist aber nicht die wahre innere Stimme -die ist nämlich freundlich und liebevoll -, sondern Selbstkritik, die auf alten Denkmustern beruht. Das kann man ändern, indem man es sich aufschreibt, sobald man etwas Schlechtes über sich sagt: So macht man sich bewusst, wie oft man so mit sich redet, und kann sich von dieser Angewohnheit befreien. Hat man die selbstkritischen Gedanken wahrgenommen und aufgeschrieben, überlegt man, was man stattdessen Gutes über sich sagen könnte.«

Viel Beschenkt

Selfcare3©Elizaveta-Porodina

»Sich mit anderen zu vergleichen ist ein normaler menschlicher Impuls. Zu viel davon kann aber am Selbstbewusstsein nagen. Das beste Gegenmittel dagegen ist Dankbarkeit. Man hat die Wahl, worauf man seinen Fokus richtet: auf das, was man hat, oder auf das, was man nicht hat. Wenn man Dankbarkeit empfindet, all das sieht, womit man gesegnet ist, und sich über das, was man hat, freut, lernt man, genau damit glücklich zu sein. Sich aktiv darin zu üben wirkt sich messbar und dauerhaft auf das Gehirn aus. Es sorgt zum Beispiel für einen besseren Schlaf und reduziert Stress.«

Zukunftsmusik

Selfcare ©Elizaveta Porodina

»Es ist einfach, voller Hoffnung und glücklich zu sein, wenn im Leben alles rund läuft. Doch noch so viel positives Denken und Selbstfürsorge können einen nicht davor bewahren, dass man auch mal miese Zeiten durchmacht. Wenn man Kummer hat, wütend oder traurig ist, ist es wichtig, all diese Gefühle zu spüren. Wenn man so tut, als wären sie nicht da, braucht man nur länger, um über sie hinwegzukommen. In Zeiten großer persönlicher Belastung sollte man jeden Tag ein bisschen etwas Gutes für sich tun. Kleine Augenblicke des Friedens lassen einen spüren, dass es einem irgendwann in der Zukunft wieder gut gehen wird.«