Austrian Fashion Talents: Hallein-Direktorin Prof. Mag. Michaela Joeris im Interview

by divaonline-admin


Hallein-Direktorin Prof. Mag Michaela Joeris im exklusiven DIVA-Interview.

Im Westen viel Neues – Die Modeschule Hallein zeigt eindrucksvoll, dass sich auch abseits der Bundeshauptstadt viel kreatives Potenzial findet. Federführend dabei: Prof. Mag. Michaela Joeris, die damit nicht nur ihrer Zeit, sondern auch dem eigenen Plan voraus ist.

Ihr Statement für das Modeland Österreich – warum ist es relevant, wo sehen sie im Vergleich die Nische?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Österreich liegt im Herzen Europas, blickt auf eine lange Tradition zurück und hat sich zu einem modernen Land im Zentrum Europas entwickelt – das macht sich auch in der Mode bemerkbar. Besonders die künstlerisch, kreative Szene hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, so haben sich auch viele Jungdesigner in der österreichischen Modeszene etabliert und auch international auf sich aufmerksam gemacht
. Darüber hinaus hat auch das Handwerk in letzter Zeit wieder stark an Bedeutung gewonnen – wer es sich leisten kann, legt Wert auf die persönliche Note und geht weg von der Mode als Stangenware hin zur Maßanfertigung, die die eigene Persönlichkeit unterstreicht.

Für wie wichtig halten sie dabei den Beitrag der heimischen Modeschulen?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Österreichs Modeschulen sind ein weltweites Unikum – sie kombinieren die Matura mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Modebereich, das gibt es in dieser Form nur in Österreich. Dabei durchlaufen die Schülerinnen und Schüler den gesamten Prozess „von der Idee bis zum fertigen Modell“ und erhalten so eine umfassende Ausbildung in den unterschiedlichen Bereichen.

Im Vergleich mit nationalen Institutionen – Worauf liegt der Schwerpunkt der Modeschule Hallein?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Der Schwerpunkt unseres Kompetenzzentrums für Mode, Kreativität, Design und Styling liegt in der Prozessorientierung und dem ganzheitlichen Zugang zur Mode. Wir denken nicht in einzelnen Fächern sondern durchlaufen mit den Schülerinnen und Schülern den gesamten Entstehungsprozess von Bekleidung. Vor allem auf den Designprozess und den Bereich Visual Merchandising legen wir einen besonderen Fokus und arbeiten hier auch eng mit der Wirtschaft und führenden Unternehmen zusammen, um durch eine starke Projekt- und Praxisorientierung die angehenden Absolventen bestmöglich auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten.

Im berufsbegleitenden Modekolleg liegt der Fokus stark auf nachhaltigen Designstrategien, um eines DER wichtigsten Themen in der Mode, mit Sicherheit auch in Zukunft, verstärkt im Arbeitsprozess der Studierenden zu verankern. Darüber hinaus bieten wir durch unsere Hairstyling-Schulform auch ein sehr ganzheitliches Modeverständnis, das nicht nur die Kleidung sondern das komplette Styling umfasst. Als Privatschule liegt uns natürlich auch die individuelle Förderung und Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bzw. Studierenden besonders am Herzen.

Und wie positioniert man sich im internationalen Vergleich?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Durch die Kombination von Matura und einer fachlich fundierten, zukunftsweisenden Ausbildung und der Vernetzung mit der Wirtschaft bieten wir ein Gesamtpaket, das den internationalen Vergleich nicht scheuen muss. Die Biografien unserer Abgänger bzw. deren Aufnahme an DEN renommierten Mode-Universitäten zeugt ebenfalls davon.

Durch die Kombination von Matura und einer fachlich fundierten, zukunftsweisenden Ausbildung und der Vernetzung mit der Wirtschaft bieten wir ein Gesamtpaket, das den internationalen Vergleich nicht scheuen muss.”

Was waren historisch betrachtet die wichtigsten Stationen der Modeschule Hallein?

Prof. Mag
. Michaela Joeris:
Mit Sicherheit wurde das Fundament für unsere Schule bereits durch die Ordensgründerin Maria Theresia Zechner gelegt, die bereits im 18. Jahrhundert junge Mädchen im Nähen und Handarbeiten unterrichtete. Über die Jahrzehnte wurde die Schule stetig weiterentwickelt bis schließlich 1977 die 5-jährige Schulform – als Kombination aus Matura und Berufsausbildung – etabliert wurde.

In den letzten Jahren konnte sich die Modeschule zum Kompetenzzentrum für Mode, Kreativität, Design und Styling entwickeln und neben der bewährten „Höheren Lehranstalt für Mode“ noch eine europaweit einzigartige Schulform, die „Höhere Lehranstalt für Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei“ mit in ihr Portfolio aufnehmen, ebenso wurde ein berufsbegleitendes Modekolleg entwickelt und für kleines, aber feines Erwachsenenbildungsangebot in Form von Abendkursen aufgestellt. Durch diese vier Standbeine konnte sich die Modeschule Hallein für die Zukunft rüsten und wurde am 1. Sept

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. 2016 von der Erzdiözese Salzburg als neuer Schulerhalter übernommen.

Welche Schwierigkeiten galt es in der langen Historie der Institution zu bewältigen?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Die Schule nach dem Krieg wieder aufzubauen, immer wieder seitens des Ordens (Halleiner Schwestern Franziskanerinnen) auch die finanziellen Mittel zur Erhaltung und Modernisierung der Infrastruktur aufzutreiben und im schnelllebigen Modebereich immer am Puls der Zeit zu sein, um die Schülerinnen und Schüler zeitgemäß auszubilden.

Was waren ihrer Ansicht nach die Höhepunkte?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Mit Sicherheit ist eine so lange Schulgeschichte von etlichen Höhepunkten geprägt. Da ich selbst erst seit 5 Jahren die Schule leite, kann ich lediglich von den Höhepunkten der jüngsten Vergangenheit berichten: Dazu zählen die Weiterentwicklung der Schule und die Ergänzung des Ausbildungsportfolios (Höhere Lehranstalt für Mode, Höhere Lehranstalt für Hairstyling, Visagistik und Maskenbildnerei, berufsbegleitendes Modekolleg mit dem Fokus auf nachhaltige Designstrategien, Erwachsenenbildungsangebot), der soeben erfolgte Schulumbau bzw. die Modernisierung unseres Schulgebäudes sowie die Etablierung der Abschlussarbeiten in den Abschlussjahrgängen als fixen Bestandteil der Ausbildung (Abschlusskollektionen, Visual Merchandising-Installationen).

Welche der ehemaligen Studierenden sind ihnen dabei besonders in Erinnerung geblieben – vielleicht weil sie international besonders erfolgreich wurden?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Anna Barbara Aumüller entwickelt Schnitte für renommierte französische Modehäuser. Georg Weissacher hat sich Designer bei Vivienne Westwood einen Namen gemacht und arbeitet seit 2016 für Poan. Alexandra Helminger hat die Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen abgeschlossen und arbeitet derzeit bei Lanvin und Philipp Brunner schließt derzeit sein Masterstudium an der AMD Berlin ab und hat bereits Praktika bei renommierten Designern wie Wolfgang Joop absolviert. Er beeindruckt vor allem aufgrund seiner Zielstrebigkeit und seines Ehrgeizes.

Ganz persönlich – ihre liebste Anekdote aus ihrer bisherigen Karriere als Schulleitung?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Hmmm…so ad hoc ist das schwer zu beantworten…ich erinnere mich gerne daran zurück, als einige Skeptiker der neuen Hairstyling-Schulform uns prophezeiten, wir werden nicht mal eine Schulklasse mit Schüler/innen füllen können und wir gleich in den ersten Wochen über 70 Anmeldungen verzeichnen konnten und diese Schulform von Anfang an voll eingeschlagen hat. Somit hat sich mein Motto bewahrheitet, das ich genau diesen Skeptikern auch immer wieder gerne präsentierte: „Alle sagten, es geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es gemacht.“

Welche Maßnahmen könnten den Modestandort Österreich in der Zukunft noch wichtiger positionieren?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Die Modeszene sollte in Österreich noch stärker gefördert werden – Jungunternehmer/innen sollten verstärkt Unterstützung erhalten, es sollte mehr Plattformen geben, wo sich Jungdesigner auch präsentieren können. Darüber hinaus sollten die unterschiedlichen Institutionen, so auch die Schulen und tertiären Bildungseinrichtungen, stärker zusammenarbeiten. Die Branche sollte viel geschlossener für ihre Interessen eintreten, um auch eine echte Stimme zu haben, die auch gehört wird.

Wohin geht der Trend in Hallein – welche Visionen und Ziele hat man sich für die Zukunft gesteckt?

Prof. Mag. Michaela Joeris: Nachdem wir in den letzten beiden Jahren unsere Schülerzahlen verdoppelt haben und auch unsere Vision „Modeschule 2020“ bereits 2017 vollständig umgesetzt und auch den Schulumbau abgeschlossen haben, gilt es in den nächsten Jahren, die Qualität unsere Ausbildung weiter zu stärken, das Kolleg erfolgreich zu implementieren, die ersten Abgänger der Hairstyling-Schulform erfolgreich im Berufsleben zu etablieren und die Internationalisierung unserer Schule weiter voranzutreiben. Sie können sich sicher sein: Als Kreativschmiede gehen uns auch in Zukunft die Ideen nicht aus…

Als Kreativschmiede gehen uns auch in Zukunft die Ideen nicht aus…”

Mehr Informationen zur Modeschule Hallein gibt im aktuellen DIVA Austrian Fashion Talents und unter modeschule-hallein.at

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