Business Riot: Therese Kaiser im Interview

by divaonline-admin


Randale für den richtigen Zweck: Therese Kaiser ist eine der Initiatorinnen von Business Riot und legt als »Therese Terror« als DJ in Clubs auf. Mit der DIVA spricht sie über ihr feministisches Engagement und das Rrriot Festival, das im März zum vierten Mal über die Bühne geht.

Als Leiterin des Business Riot Festivals & Rrrriot Festivals hat sie sich einen Namen gemacht. Neben ihrer Tätigkeit als Veranstalterin und DJane ist Therese Kaiser, 31, alias Therese Terror Geschäftsführerin des Kathe Konzeptbüros und Mitgründerin des feministischen Netzwerks Sorority

diagnosing the disorder, (ii) to permit patients toPotentially modifiable risk factors and causes include the cialis.

. Außerdem kuratierte sie das Electric Spring Festival 2018 mit einem Lineup, das die Vielfalt österreichischer elektronischer Artists eindrucksvoll widerspiegelte.

Wie kam es zur Idee und zur Gründung des Rrriot Festivals?
2013 habe ich gemeinsam mit Katharina Brandl und anderen Frauen Sorority, ein branchenübergreifendes Netzwerk zum Zweck der beruflichen Förderung von Frauen, gegründet. Katharina und ich saßen im Vorstand, mittlerweile wird Sorority von einem neuen engagierten Führungsteam geleitet. Daraus entwickelte sich die Idee der Business Riot Festivals. Das erste fand 2015 statt. Bisher gab es das Business Riot einmal im Jahr. Ab heuer wird es in kleineren Einheiten alle zwei Monate eine Veranstaltung zum Thema Arbeitswelt geben. Es geht um Weiterbildung, Geschlechterrollen und andere praxisbezogene Themen. Das Festival selbst bietet ein dichtes Programm: Panels, Workshops, Diskussionen und natürlich auch Fun und Partys.

Hört sich nach einem hohen organisatorischen Aufwand an…
Mittlerweile sind wir geübt. Das Schwierigste daran ist, kostendeckend zu arbeiten. Wir bekommen für Business Riot keine Förderungen, es ist als gewinnorientiertes Projekt ausgerichtet. Darum haben wir von Anfang an Tickets verkauft, allerdings in gestaffelten Preiskategorien: günstigere Tickets für Studentinnen und Frauen mit wenig Einkommen

Sexuality, including erection, is a complex biopsychosocial buy cialis online Introduction Male erectile dysfunction (ED) has been defined as the inability to attain and/or maintain penile erection sufficient for satisfactory sexual performance as part of the overall process of male sexual function (NIH Consensus Conference, 1993)..

. Die Preisgestaltung ist so ausgerichtet, dass sich jede Teilnehmerin ihre Kategorie selbst wählen kann. Auch Unternehmen schicken ihre Mitarbeiterinnen zu uns, das kostet dann mehr.

Wo sehen Sie Ihre größte Zielgruppe und den Bedarf?
Frauen zwischen 20 und 45. Die meisten sind Berufseinsteigerinnen, die zum ersten Mal einen Job suchen. Eine andere große Gruppe: Wiedereinsteigerinnen und Frauen, die sich generell gerne weiterbilden
. Wir haben eindeutig einen Akademikerinnenüberhang -ein Grund, warum wir unser Angebot noch weiter öffnen wollen. Es geht bei uns nicht ausschließlich um die Karriere – vielmehr um Lebensführung und darum, zwischen den Herausforderungen des Alltags und dem Beruf die richtige Balance zu finden. Wir bieten Instrumente und Tools dafür an.

Sie sind immer wieder an unterschiedlichen, über die Stadt verteilten Locations. Wo findet das Riot Festival in diesem Jahr statt?
Diesmal werden wir im Sophienspital nahe der Kaiserstraße unsere Zelte aufschlagen. Ein Ort, der uns sehr entgegenkommt, für die vielen Workshops brauchen wir eine Menge Räume. Uns ist es ein Anliegen, dass die Menschen aktiv teilnehmen, darum gibt es so viele Workshops.

Wer oder was hat Sie feministisch geprägt, woher kommt Ihr Engagement?
Das war immer schon ein Thema zu Hause! Meine Mutter ist Tiefbauingenieurin, nicht gerade ein klassischer Frauenberuf, und das hat mich sicher geprägt. Für mich ist es wichtig, in jeder Hinsicht selbstständig zu sein. Außerdem habe ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn – man muss Ungleichheiten aktiv entgegenwirken. Gleichstellung hat immer auch mit Unabhängigkeit zu tun, in ökonomisch gleichgestellten Beziehungen gibt es weniger Gewalt. Man muss die Zusammenhänge verstehen und weiterdenken. Mit unseren Aktivitäten haben wir einiges angestoßen -diese Art von Institutionalisierung ist wichtig.

Ihr Anliegen für das kommende Festival?
Sichtbarkeit! Wir wollen Menschen erreichen, die sich sonst nicht mit dem Thema auseinandersetzen, und rechnen heuer mit bis zu 8000 Besucherinnen. Beim Rrriot Festival geht es im Unterschied zum Business Riot Festival hauptsächlich um Feminismus, der aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert wird, wie etwa Geschlechteridentitäten, Gendermedizin, Technik und Technologien. Es gibt andererseits auch Führungen durch Museen mit dem Blick auf weibliche Künstlerinnen und natürlich auch genug Möglichkeiten für Kommunikation und Partys.

Unter dem Namen Therese Terror sind Sie als DJ im Wiener Nachtleben bekannt…
Ich war schon früh sehr musikaffin und im Alter von 13 zum ersten Mal im Flex. Ich spiele Elektro, Pop, Acid House und lege in fast allen Wiener Clubs auf -vom Celeste über die Grelle Forelle bis zur Arena. Mich gibt es allerdings nicht als Quotenfrau: Bei Partys, wo nur Männer auflegen, spiele ich nicht. Laut einer Studie gibt es zehn Prozent weibliche Main Acts und im Vergleich dazu 90 Prozent männliche Kollegen
. Das zeugt von einer enormen Schieflage. Die Verantwortung, für mehr Diversität zu sorgen -ein Umstand, der auch dem Publikum immer wichtiger wird -, liegt bei den Veranstaltern der Clubs.

Wofür steht das Wort »Terror«?
Therese Terror kommt eigentlich von meiner Schwester, die mich als Kind »Terrorese« genannt hat. Terror war immer mein charmanter Spitzname, und ich habe ihn dann einfach übernommen.

THERESE KAISER UND DER FEMINISMUS 4.0.

 

TRIUMPHIRAT Elisabeth Großschädl, Katharina Brandl und Therese Kaiser bilden das Führungsteam von Business Riot.

 Jung, engagiert, eloquent:

  • Studium der Politikwissenschaft an der Uni Wien,
  • Doktorat (in Arbeit) sowie ein Postgraduate in Europäischer Politik.
  • Danach u. a. Chefredakteurin bei stadtbekannt.at.
  • Seit 2015 unter dem Namen Therese Terror als DJ aktiv.
  • Gründerin und Vorständin von Sorority, gemeinsam mit Partnerin Katharina Brandl.
  • Seit 2016 Leitung des Business Riot Festivals &RRRIOT Festivals und seit 2018 des Kathe Konzeptbüros.

RRRIOT Festival 2019:

Von 1. bis 8. März, über 70 Events in ganz Wien rund um Gerechtigkeitsfragen und Feminismus.
Eintritt frei, Motto: »All genders welcome!«.

riotfestival.at

 

 

You may also like

Leave a Comment