Kesse Sohle auf Wiener Parkett

by divaonline-admin

Christian Louboutin, der Erfinder der berühmten und ebenso kessen roten Schuhsohle wird im Spätsommer seinen ersten Österreich-Store in der Wiener Tuchlauben aufsperren. Und Paris würdigt den High-Heels-König mit einer Retrospektive.

Die großen Schaufenster sind abgeklebt, natürlich in dem für ihn typischen Knallrot. Der großzügig geschwungene Schriftzug verrät allen Neugiersnasen, wer in Kürze in der Tuchlauben 12 einziehen wird. Ab Spätsommer wird Christian Louboutin mit seinem 1. Flagshipstore auf rund 300 Quadratmeter in der Wiener City residieren – in bester Nachbarschaft. Der hat uns gerade noch gefehlt, könnte man sagen – und das im positivsten Sinne.

Jeder erkennt die rote Sohle eines Schuhs von Christian Louboutin, aber nur wenige wissen, wie oder warum er auf diese Idee kam und sich so auch sein Markenzeichen schuf. Christian Louboutins Interesse an Damenschuhen wurde ihm fast in die Wiege gelegt. Als Kind besuchte er das Pariser Musée des Arts Africains et Océaniens und stieß auf ein Schild, das einen durchgestrichenen Pfennigabsatz zeigte. Es war ein Hinweis an die Damen, sie mögen beim Besuch des Museums mit derartigen Absätzen dem edlen Parkettboden fernbleiben. Die Form des Absatzes faszinierte den Knaben, ging ihm nicht mehr aus dem Kopf und so zeichnete er ihn immer wieder nach
.

Zunächst versuchte er seine Entwürfe und Zeichnungen bei den Tänzerinnen der Pariser Varietés und Partys unterzubringen und ihnen gleich auch noch die dazugehörigen Schuhe zu verkaufen. Bereits mit 16 bestand einer seiner Jobs daraus, Pailletten auf das Kostüm der weltberühmten Kabarettdarstellerin Folies Bergère zu nähen. Seine Lehrmeister waren sodann Charles Jourdan, Maud Frizon, Chanel und Yves Saint Laurent

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. Da konnte fast nichts schiefgehen.

Richtig durchgestartet ist Louboutin schließlich mit einem eigenen Geschäft in der Nähe des Place des Victoires in Paris. Schnell brachte er es hier zu Berühmtheit, was an der prominenten Kundschaft lag, die diese Ecke gern aufsuchte. Und am kostenlosen Kaffee, welchen der Designer ausschenkte. Der ganz große und endgültige Durchbruch kam, als die US-amerikanische Firma Neiman Marcus seine Schuhe in ihr Programm aufnahm.

Louboutin kann ruhigen Gewissens als Designer alter Schule bezeichnet werden. Er vertraut seiner Kreativität und seinem kleinen Team, das warʼs. Oder: keep it simple. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Marketingkampagnen, Strategieberater, Banker, Investoren – für Louboutin mehr oder weniger Schmafu. „Louboutin ist Louboutin“, sagt er und lacht. So einfach sei es. Und so kompliziert.

Unter dem Titel „L´Exhibition(niste)“ widmet nun Paris dem 57-Jährigen seine erste Retrospektive. Sobald die Museen wieder aufsperren, wird es möglich sein, im Palais de la Porte Dorée mehr als 350 Kreationen aus rund 30 Jahren aus der Hand des Meisters  zu begutachten. Dabei dreht sich die bis zum 26. Juli dauernde Schau nicht nur um High Heels und rote Sohlen, Louboutins Markenzeichen, sondern auch um seine Inspirationsquellen und Musenküsse, die in der Popkultur, Reisen, afrikanischer und asiatischer Kunst beheimatet sind.  Die ausgestellten Objekte zeigen, wie vielfältig sich Louboutin beeinflussen lässt. Die ganze Welt in einem Schuh auf roten Sohlen.

Die frühen Jahre

 

christianlouboutin.com

palais-portedoree.fr


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