Die Prinzessin in dir

by divaonline-admin

Der Stoff, aus dem Märchen sind: Die Designer Giambattista Valli, Elie Saab und Zuhair Murad spielen in der Königsliga der Schneiderkunst. Sie sorgen mit ihren Haute-Couture-Kreationen dafür, dass Glamour nie aus der Mode kommt.

von Silke Bender

Elie Saab und Zuhair Murad

Die einen machen Mode, diese beiden schneidern Träume: die Libanesen Elie Saab und Zuhair Murad. Saab kam 1981 nach Paris, der sieben Jahre jüngere Murad ein wenig später, um an der Seine Mode zu studieren. Beide brachten ihr Wissen zurück in die Heimat, gründeten ihre Ateliers in Beirut, wo sie noch immer zu Hause sind. Doch Paris bleibt ihr Laufsteg: Saab zeigt dort seit 2003 seine Haute Couture, Murad seit 2001. Arabische Opulenz gekreuzt mit Pariser Eleganz und einem Savoir-faire, das heute ebenbürtig auch im Libanon zu Hause ist.

Halle Berry in Elie Saab

libanesische Modeschöpfer Zuhair Murad

Das Land ist mittlerweile fast ebenso berühmt für seine meisterlichen Schneider, Perlen-und Stickkünstler -es ist eine dieser Geschichten, wo der Schüler den Lehrer übertrifft. Viele libanesische Modehandwerker machten sich in den 50er-Jahren, als es in ihrer Heimat politisch zu brodeln begann, auf den Weg nach Paris, um dort zu lernen, und gingen später zurück nach Beirut. Sie sind die goldenen Hände, die heute diese prinzessinnenhaften Traumroben aus verschwenderisch viel Stoff, Tüll, filigranen Stickereien, Draperien und glitzernden Perlen fertigen können, wie geschaffen für das Blitzlichtgewitter auf Märchenhochzeiten oder bei den Oscars, wo beide Libanesen seit vielen Jahren auch die glamourösesten Schauspielerinnen Hollywoods einkleiden -Murad zum Beispiel Kate Hudson, Miley Cyrus oder Catherine Zeta-Jones; Halle Berry, Angelina Jolie oder Diane Kruger wählten oft Elie Saab. Und Jennifer Lopez? Nimmt mal den einen, mal den anderen.

Die Stoffe dieser beiden Designer sind meist so üppig verziert, dass die Models pfeifende Schleifgeräusche auf den Marmorböden der feudalen Pariser Stadtpalais verursachen, in denen Saab und Murad präsentieren -ein perfektes Setting für ein erträumtes Paris, das Paris des Sonnenkönigs und der Epoche, als der französische Hofgeschmack weltweit stilbildend wurde. Glanz und Gloria wurden schließlich in Frankreich erfunden und erst im Hollywood der 30er-und 40er-Jahre Glamour genannt

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. Das Wort stammt aus dem Schottischen und meint eigentlich den magischen Zauber, mit dem eine Hexe jemanden belegen kann.

Giambattista Valli

Je mehr die Mode im Alltag zu praktischen Sneakers, Jeans und T-Shirts tendiert und damit entzaubert wird, desto mehr scheinen Frauen weltweit vom extremen Gegenteil zu träumen: von der Rolle als Prinzessin aus dem Märchenbuch, die sie einst spielen wollten und nach der sie sich im Stillen immer noch sehnen. Und genau diese Sehnsucht bedient auch der Römer Giambattista Valli vortrefflich: »Warum kommen so viele Menschen nach Paris?«, fragte er in der US-Vogue. »Sie träumen von der Stadt der Lichter. Paris ist die einzige Stadt, die sogar bei Regen glamourös ist, weil dann all die Lichter im Wasser widerscheinen.«

2005 gründete der Italiener sein Modehaus in Paris, seit 2011 ist er festes Mitglied in der Haute Couture. Sein Verdienst? Die Zielgruppe der Königsliga der Schneiderkunst deutlich verjüngt zu haben. Von Anfang an unterstützte ihn dabei eine illustre Gruppe von jungen, schönen Erbinnen, die als die »Valli-Girls« bei seinen Modeschauen stets in der ersten Reihe saßen: Eugenie Niarchos, Gaia Repossi, Charlotte Casiraghi, Margherita Missoni oder Tatiana Santo Domingo. Noch heute macht Valli Mode für Edelfräulein wie sie: solche, die niemals wirklich arbeiten müssen und scheinbar nichts anderes zu tun haben, als schlank und langbeinig in Dutzenden Lagen Tüll und Seidentaft von einer rauschenden Ballnacht zur anderen zu eilen. Die glamourösen »Valli-Girls« sind zwar heute längst unter der Haube (die meisten haben natürlich in Valli-Roben geheiratet) und treten als Mütter oder Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie etwas gesetzter auf -es übernehmen für sie allerdings junge Chinesinnen und der Nahe Osten. Selbst mitten im Lockdown, so erzählt Valli weiter, seien seine beliebten Vokuhila-Roben (vorne kurz, hinten lang) aus hauchzarten Rüschen auf diesen Märkten weggegangen wie warme Semmeln.

Seine aktuelle Haute-Couture-Kollektion, so gibt er zu, sei auch vom Netflix-Hit »Emily in Paris« inspiriert. In diesem modernen Pariser Märchen, in dem eine zunächst tollpatschige junge Amerikanerin als Social-Media-Managerin nach Paris kommt und sich zur glamourösen Modeprinzessin mausert, wird kein Klischee ausgelassen, und doch bewiesen: Märchenstoffe gehen in Paris nie aus -weil es wieder viele Frauen gibt, die sich diese leisten können, und noch viel mehr, die davon nur träumen können.

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