Trends, Kitsch und Promis – unser persönliches Fazit zur Milan Fashion Week

by divaonline-admin


Opulenz war das Credo in Mailand, wie etwa hier bei Gucci

Opulenz war das Credo in Mailand, wie etwa hier bei Gucci

Wir haben viel gelacht, sind noch mehr gelaufen und haben jede Menge erlebt. Jetzt, da die letzte Show vorbei ist und die Mode-Meute weiter nach Paris pilgert ist es Zeit für unser erstes Fazit zur Milan Fashion Week!

Boarding für die Klassenfahrt

So international sich auch die Welt der Mode geben mag, der Kern der Journalisten bleibt stets derselbe und so treffen wir schon auf dem Flughafen die ersten Kollegen. Das bedeutet natürlich einerseits, dass Jogginghose und Co diesmal keine Option für den Airport-Style sind, hat dafür aber auch den Vorteil, dass man sich als gesellige Reisegruppe den Weg zum Malpensa-Express bahnt – zügigen Schrittes wohlgemerkt, denn ab der Ankunft tickt die Uhr! Wer dachte, dass die Fashion Week einem glamourösen Urlaub gleicht, der irrt sich gewaltig – ab der Ankunft am Flughafen beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Die Shows sind im Stunden-Rythmus getaktet, die erste startet um spätestens 9:30 Uhr, die letzte beginnt nicht vor 20:30 Uhr. Verschnaufpause? Gibt es keine! Wer eine Schau ausfallen lässt, besucht stattdessen einen Showroom, geht auf ein Re-See oder hat einen Interviewtermin
.

Backstage-Party? Von wegen! Ganz kühl und sachlich sieht es bei Antonio Marras aus

Backstage-Party? Von wegen! Ganz kühl und sachlich sieht es bei Antonio Marras aus

Reserve-Akku? Check!

Bei der Fülle an Informationen ist es schwer, den Überblick zu bewahren – die Handys helfen: Parallel werden Fotos, Videos und Notizen gemacht. Welcher Look am besten gefallen hat, welches Model am besten gelaufen ist, wie die Stimmung war und welche Samples man jetzt schon für die kommenden Shoots reservieren könnte

Cellular degeneration has been reported to result in cell death, which is of two types, namely apoptotic and necrotic cell death. cialis prices 6 times, respectively, the effective dose on corpus cavernosum pressure in anaesthetised dogs..

. Dabei muss natürlich auch Social Media bedient werden… das Motto: Tut Glamouröses und sprecht darüber! Im Laufschritt zur nächsten Show hätte ich dabei fast #stressed statt #blessed gepostet – aber der Schein will gewahrt werden. Letzteres können die Bloggerinnen und Streetstyle-Starlets ganz besonders gut. Von Kopf bis Fuß in Runway-Looks gekleidet verzerren sie die Realität ganz schön, denn in Wahrheit sieht man sie bei maximal 2 Shows pro Tag. Dafür bekommen sie ein Outfit gestellt, werden professionell geschminkt und bis vor die Tür geliefert – nett, aber nicht der wahre Spirit der Fashion Week.

Bitte warten…

Wer alles richtig macht, zeigt spätestens nach dem vierten Tag erste Abnützungserscheinungen, gleichzeitig geht es jetzt erst richtig los, denn viele Labels zeigen erst gegen Ende und inszenieren sich dafür ganz besonders groß. Dolce & Gabbana zum Beispiel – zu der Show kommen wir schon fashionably late (pünktlich geht hier ohnehin keine Show los!) und müssen trotzdem noch 30 Minuten das halbe Justin Bieber-Album anhören, während seine Ex-Flamme Sofia Richie in der Front Row mit Cameron Dallas anbandelt. Nach der Wartezeit dann dafür umso mehr Hysterie auf dem Laufsteg: Eine Streetdance-Gruppe, Models in Pasta-Print-Kleidern und leuchtende Krönchen im Haar… Mehr ist mehr!

Jede Menge Trubel auf dem Laufsteg von Dolce & Gabbana.

Jede Menge Trubel auf dem Laufsteg von Dolce & Gabbana.

Go big or go home

Das ist ein weiteres Unikum der Mailänder Modewoche, vielleicht liegt es am beinahe sommerlichen Wetter das uns die Tage über begleitet, oder dem einen oder anderen Gläschen Wein, das man schon mal in der Mittagspause trinkt, aber selbst der größte Kitsch hat hier seine Berechtigung. Und das darf durchaus als Kompliment gewertet werden – Charmanter ausgedrückt: Opulenz ist das Gebot der Stunde! Laute Prints, starke Farben und viel Pailetten mit noch mehr Goldstickereien und Blumen wandeln über den Laufsteg. Fantastisch, überladen und ein bisschen skurril! Am besten man genießt den Moment so lange er anhält – in Paris weht nicht nur in punkto Design ein ganz anderer Wind
. Das findet auch der Kollege, der beim Rückflug übrigens wieder neben uns Platz nimmt
. Zu besprechen gäbe es nach einer Woche voller Aufregung eigentlich jede Menge, trotzdem entscheiden wir uns beide für den wohlverdienten Schönheitsschlaf, immerhin sehen wir uns bestimmt in 2 Tagen im Flieger zur Paris Fashion Week wieder.

You may also like

Leave a Comment