Femme Maison feiert 10-Jähriges Jubiläum

Jubiläumsschau

by divaonline-admin
Femme Maison

Das Wiener Modelabel Femme Maison feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen. Ein guter Anlass mit Designerin Franziska Fürpass über Inspiration, Nachhaltigkeit und Brautkleider zu sprechen.

Interview

Welche Inspiration verbirgt sich hinter Eurer aktuellen Kollektion?
Unsere Kollektionen sind inspiriert von dem zwanglosen Lebensstil der 1970er Jahre, dem französischen Kino sowie dem “alten neuen“ Hollywood, dem Kino der freigeistigen Kreativen der 1975er. Weitere Einflüsse sind psychedelische Designobjekte von Verner Panton, das Studio 54, laue Sommernächte in Südfrankreich, der Glamour alter Columbo-Filme in den Hollywood Hills, Slim Aarons Pool-Szenarios und französische, architektonische Utopisten.

Was ist Mode für Euch?
Unsere Mode ist ein Lebensgefühl, eine Liebeserklärung an den eigenen Körper. Stil, Eleganz und besonders auch die Nonchalance. Die seidenen, eleganten Gowns sind für »natürliche Frauen« gedacht, die sich wohlfühlen möchten. Die Kleider erlangen ihre Vollkommenheit durch die Authentizität und Charisma der Trägerin.

Womit spielt Ihr gerne in der Mode bzw in Euren Kollektionen?
Eine der ersten FEMME MAISON Trägerinnen war Ada Kokosar, die unsere Idee einer nonchalanten, eleganten und modernen Frau durch und durch verkörperte. Ada erinnerte unseren Stil von der ersten Sekunde an jenen der amerikanischen Couturiére Valentina Schlee, die den Begriff “praktische Couture” ins Leben rief – ein Begriff der fortan auch für uns sehr prägend war.

Davon inspiriert, entwickelten wir über die Jahre eine eigene Schnittführung unserer Kleider, die nicht von (handels)üblichen Damengrößen abhängen. So entstanden Kleider, die jeder Größe passten und die man sich um den Körper bindet. Das war auch von Beginn an unser Geheimnis unseres raschen Erfolges: unsere Mode passt jeder Frau – unabhängig von Alter und Kleidergröße.

Umso mehr legen wir Wert darauf, dass sich unsere Kleidung anfühlt wie ein Zuhause. Man soll sich darin nicht nur wohlfühlen, sondern im übertragenen Sinne ‘darin wohnen’ und “… sich an profanen Tagen mondän und an mondänen Tagen spektakulär fühlen.

Uns interessieren die intimen Momente des Wohlfühlens einer Frau: Couture Seide Nachtwäsche aus den 1940er Jahren, die Nonchalance der 1970 ́s Bohème, südfranzösische Gärten und die Ära des “old Hollywoods” und sogar alltägliche Situationen im Leben einer Frau, beispielsweise das Tragen eines umwickelten Handtuchs nach ihrem Bad.

Eines unserer Signature Pieces ist das FEMME MAISON »Kaminkleid«, ein langes Wickelkleid mit Ärmeln aus fließender, feinster marokkanischer Crepe Seiden, inspiriert von Helmut Newton’s Portrait von Faye Dunaway beim Frühstück am Pool nach den Oscars 1977. Ein glamouröser und zugleich intimer Moment des Wohlfühlens einer charismatischen, starken Frau.

Wie nachhaltig ist Eure Marke?
Ein Kleidungsstück von FEMME MAISON muss ein Versprechen halten: es soll Sie als Trägerin so lange wie möglich erfreuen. Länger als ein guter Sommer dauert. Länger als ein Trend anhalten kann. Unser Grundsatz ist, dass Nachhaltigkeit dort anfängt, wo auch ein Tagtraum beginnt – im Kopf. Beim Abwägen, ob der nächste Kauf sein muss oder nicht. Wir glauben daran, wenige aber dafür gute Dinge zu besitzen. Umso mehr legen wir Wert darauf, dass sich unsere Kleidung für Sie anfühlt wie ein Zuhause.

Alle unsere Kleider stellen wir von Hand im Wiener Servitenviertel her, wo wir leben und arbeiten. Unser Atelier ist eine moderne Interpretation eines Couture-Salons der 1950/60er Jahre. Wir legen Wert auf die unverkennbare Qualität unserer Stoffe (welche auch die Herkunft und Verarbeitung miteinschließt), die Verarbeitung entsteht an der Kreuzung zwischen Design und feiner Handwerkskunst.

Ihr designt auch Brautkleider. Wie kam es dazu?
Anfangs entwickelten wir nur Pret-a-Porter Kollektionen mit einem starken Fokus auf Tages- und Abendkleider

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. Das Thema “Brautkleid” wurde das erste Mal bei meiner/unserer eigenen Hochzeit relevant. Mein eigenes Kleid zu entwickelten, sah ich sehr entspannt – ganz so einfach war es aber dann doch nicht, und diese Herausforderung reizte mich… sehr und dann hatten wir mit Paris ein besonderes Erlebnis:

Nach unserer eigenen Hochzeit, 2015, nahmen wir mein Brautkleid, ein cremefarbenes Seidenkleid aus marokkanischem Crepe und umwickelter Taille, trotz verschmutztem Saum und Spuren unserer durchfeierten Nacht, mit nach Paris wo wir unsere damalige Sommerkollektion unseren Kunden, den Inhabern und Einkäufern internationaler Shops, saisonal präsentierten. Versteckt in einem Nebenraum unseres Showroom hing es da für den Fall der Fälle – wir waren so überzeugt, vor allem durch die Schnittführung und vielmehr noch einfach von unserer modernen Vision der Braut, ein klares Bild das sich damals für uns formte.

Und tatsächlich: Sonia, die Inhaberin von MAMEG, einem sehr besonderen und individuell kuratierten Shop in Beverly Hills, die wir in der besagten Saison gerade erst kennenlernten, verliebte sich in dieses Kleid und bestellte es für ihr Sortiment. Unser erstes Hochzeitskleid in Hollywood! Es war ein geradezu magischer, ein Schlüsselmoment für uns. In der darauffolgenden Saison, sahen wir dann eine ihrer Kundinnen in unserem ersten weißen Kleid bei einer Gala, kombiniert mit einem Jacquemus Mantel. Wir fanden die Idee hinreißend, sich nicht der Zuschreibung als Brautkleid zu behaften, sondern es einfach als »ein besonderes Kleid« zu begreifen, welches man zu einem besonderen Anlass – der eigenen Hochzeit – das erste Mal trägt, es dann aber immer und immer wieder ausführt.

Schnell wurde klar: Die Art und Weise wie ich mir eine Braut vorstelle ist weitab gängiger Vorstellungen – und genau mit dieser schon etablierten Handschrift von Femme Maison kombiniert entstanden erste Entwürfe.

Auch wenn viele unserer Kundinnen sehr stilsicher sind – kommt es zum Thema Brautkleid sind viele schlichtweg von all den Klischees und gesellschaftlich auferlegten Codes, sowie Meinungen der Familie und Liebsten oft sehr verunsichert. Aus unserer Erfahrung zeigt sich letzten endes, dass meist nur eines zählt: Welche Braut – welcher Typ Braut – will ich eigentlich wirklich sein?

Wir waren/sind klar der Meinung: Die meisten Brautkleider verkleiden! Genau das wollten wir verändern. Aber genau das ist nicht nur eine Frage die schönsten Kleider zu entwerfen, sondern eben auch mit dem richtigen Feingefühl und vor allem »Charakter-Gespür« das richtige Kleid für die jeweilige Frau – zusammen mit ihr – zu finden. Der Charakter ist das Schönste an einer Braut und diesen möchten wir unterstreichen herauszuarbeiten und mit dem Design zu „unterstreichen“ unser Fokus.

Zu guter Letzt, ist es eines unserer Lieblings Segmente geworden. Es ist sehr emotional und wunderschön mit den Bräuten zu schwelgen – und es lässt mich jedes Mal meine eigene Hochzeit fühlen – und dieser Tag war atemberaubend schön.

Was unterscheidet eure Bridal-Linie von klassischen Hochzeitskleidern?
Wir beschäftigen uns grundlegend weniger mit den herkömmlichen Brautkleid Silhouetten, meiden die Verzierung und Dekoration, wir arbeiten jenseits von “Mermaid” und “Prinzessin”. Drapierungen sind bei uns nicht aufgesetzt, sondern in das Kleid sinnvoll eingearbeitet, welches auch die beste Metapher für unsere Kleider darstellt: Man ist einfach nicht verkleidet. Wir sehen das Brautkleid als ein neues Stück in der eigenen Garderobe. Ein Kleid, welches Geschichte – eine ganz persönliche – schreiben wird und welches man liebt und bei nächster (passender) Gelegenheit auch wieder trägt.

Es ist ein Kleid, welches sich so anfühlt als hätte man nie etwas anderes getragen – sich so anfühlt als träge man den angenehmsten, zartesten Seidenpyjama auf der Haut.

Wir lieben die Nonchalance von langen, seidenen Ärmeln – und soweit es die Transparenz des Stoffes erlaubt: auch Taschen. Unsere Brautkleider sind für alle Frauen, unabhängig von Alter und Kleidergröße. Durch die Drapierungen und Wickeltechniken der seidenen Kleider kann man sowohl zu- als auch abnehmen.

Wir verwenden wenig Spitze – aber wenn dann von den schönsten Stoff-Ateliers, die beispielsweise auch Agent Provocateur beliefern.

Weiters, eine kleine Besonderheit bei uns, wir fertigen alles in Wien mit eigenen FEMME MAISON SchneiderInnen, meist in französischer Verarbeitung, es gibt keine Zwischenhändler – dadurch läuft der komplette Prozess vom Erstgespräch bis zur Übergabe nur durch unsere Hände und somit ist es uns auch logistisch möglich trotz unserer extrem hohen Design- und Qualitätsansprüche, dennoch auch kurzfristig anzufertigen. Wir vergleichen unser Service mit dem eines großen Modehauses, jedoch viel intimer – ohne jedoch das Budget über zu strapazieren.

Die aktuelle Ausgabe der DIVA hat das Thema „Together“. Wie wichtig ist es für Euch ein Duo zu sein?
FEMME MAISON wäre nicht das was es heute ist, wäre es nicht als Duo und unseren unterschiedlichen Ansätzen entstanden. Unser “Wertesystem” und unser Zugang zu einem tief erfüllten Leben, jenseits materieller Behaftungen, war immer gleich und essentiell, jedoch die unterschiedlichen Blickwinkeln, Interessen und Sichtweisen und somit auch Zugänge so wichtig, um ganzheitlich und tief glücklich zu werden. Nicht zu vergessen, dabei auch als Paar, aber auch als »Individuum«, auch authentisch und integer zu bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht anstrengend ist 🙂 (vor allem auch als verheiratetes Ehepaar) aber es ist – unabhängig ob Partnerschaft oder Ehe – immer eine Frage der Art und Weise »wie« man etwas macht und ob beide bereit sind sich mit etwas Dynamischen wie eine Beziehung im Wandel der Zeit/Lebens, persönlich weiterzuentwickeln.

Designer-Vorbilder?
Valentina Schlee, Roy Halston, Geoffrey Beene, Yves Saint Laurent.

Wer sind Eure Stilikonen?
Leandra Medine Cohen, mit der wir auch kürzlich in Kontakt stehen. Aber vor allem französische Schauspielmusen wie Jane Birkin, Romy Schneider und Charlotte Rampling.

Welche Menschen haben Euch zur Mode gebracht?
Es waren stets die Menschen, die uns all die Jahre und von Beginn an begleiteten und uns unterstützten. Während Franziska ́s Ausbildung an der Universität für Angewandte Kunst war es Raf Simons und vor allem Veronique Branquinho. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Frage, welche Menschen es waren, die dazu beigetragen haben, dass wir in dieser harten, oft gnadenlosen Branche so lange weitermachen? 🙂 Es waren wirklich einzelne Begegnungen mit Kundinnen, Team-Mitglieder, tollen, charismatischen Frauen … allen gemein, dass sie reflektierte, charismatische und warmherzige Menschen sind, sowie durchwegs keine Fashionistas.. So war es möglich einander auf tiefer menschlicher Ebene zu begegnen, sodass diese Bindungen uns auch durch die schweren Jahre und Momente getragen haben und uns fest an unsere Mission, unseren individuellen Weg abseits gängiger Methoden, glauben haben lassen.

 

RAFFINIERT & AUSERWÄHLT

 

»All unsere Kleider stellen wir von Hand im Wiener Servitenviertel her. Unser Atelier ist eine moderne Interpretation eines Couturesalons der 50er-/ 60er-Jahre«.

femme-maison.com

Die Brautkleider des Wiener Labels haben nichts von »Mermaid« oder Prinzessin – für Femme Maison sollen es Kleider sein, die sich so anfühlen, als hätte man nie etwas anderes getragen. Auf Verzierung und Dekoration wird weitesgehend verzichtet, Drapierungen sind auch nicht aufgesetzt, sondern sinnvoll in das Kleid eingearbeitet. Ein Kleidungsstück muss ein Versprechen halten: Es soll die Trägerin so lange wie möglich erfreuen -»länger, als ein Trend anhalten kann«. Die eleganten seidenen Gowns sind für »natürliche Frauen« gedacht. Die Kleider erlangen ihre Vollkommenheit durch die Authentizität und das Charisma der Trägerin.

 

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