J.W. Anderson im Portrait

by divaonline-admin

Zum Glück hat J.W
. Anderson erkannt, dass die Schauspielerei nicht das Richtige für ihn ist. Seine große Bühne sind die Laufstege, auf denen er Standing Ovations für seine Mode bekommt
. Eine Karriere in drei Akten.

J.W. Anderson trägt am liebsten ein einfaches T-Shirt, Jeans und Converse, raucht kette und hat drei Smartphones. Sie haben jeweils einen Aufkleber, darauf ist »Loewe«,»J.W. Anderson« und »Personal« (»persönlich«) zu lesen. Schnell wird klar, dass der 1984 in Nordirland geborene Kreativdirektor nicht einfach nur ein Faible für Technik hat, sondern gut organisiert ist. Seine sind bis auf die Minute von mehreren persönlichen Assistenten durchgetaktet. Trotz so viel Struktur hat er sich dennoch seine lässige Ausstrahlung bewahrt.

Immerhin führt er höchst erfolgreich neben seinem eigenen Label seit 2013 auch das spanische Traditionshaus Loewe und sorgt mit Kooperationen mit Converse oder Uniqlo regelmäßig für Aufsehen.
Die Handschrift des 34-Jährigen, ist in jeder seiner Kollektionen zu spüren. Doch die strikte Trennung der unterschiedlichen Projekte, beschränkt sich nicht nur auf die verschiedenen Telefone sondern geht so weit, dass er sogar seinen Namen dem jeweiligen Label anpasst: Während er bei Loewe als Jonathan Anderson entwirft, tut er das bei seiner eigenen Marke unter J.W . Anderson. Das »W« seines zweiten Vornamens steht für William, den Namen seines Vaters.

Akt Eins

J.W. Andersons Großvater war Kreativdirektor für Textildesign. Durch ihn hat der 34-Jährige schon früh seine Liebe zu Stoffen entdeckt. Von seinem Vater Willie, der als Rugbyspieler international erfolgreich war, hat er seinen Ehrgeiz geerbt. Diese Kombination brachte den Designer, der als Kind nie still sitzen konnte und es auch heute nicht kann, dort hin, wo er heute steht.

Sein Karriereweg war aber alles andere als geradlinig
. Nach dem Interesse für Stoffe, Materialien und Proportionen, das ihn nie wirklich losgelassen hat, kam der Wunsch, Schauspieler zu werden.

Akt Zwei

Nach seinem Schulabschluss ging Anderson nach Amerika, wo er zuerst Schauspielerei studierte. Dann wechselte das Fach und schrieb sich bei Kostümdesign ein. Aber auch das war nicht das Richtige. Er kehrte zurück nach Dublin, wo er in der Herrenabteilung des Kaufhauses Brown Thomas als Verkäufer begann.

Kurze Zeit später wurde ihm klar, dass Mode seine Bestimmung ist und zog nach London. Seine Bewerbung beim Central Saint Martins College wurde allerdings abgelehnt und begann er am London College of Fashion in der Klasse für Herrenmode.

Akt Drei

J.W. Anderson

J. W. Anderson versteht es, Klassikern und Basics einen spannenden Twist zu geben. Der Kreativdirektor, der selbst nie Nadel und Faden in die Hand nimmt, sagt seinem Team alles bis ins letzte Detail an.

Doch es war nicht das Studium, das ihn auf die Modewelt vorbereitete.

Das einzig Gute an Schulen ist, dass man viele Menschen mit demselben Ziel in einen Raum steckt, damit sie gegeneinander antreten.

Es war vielmehr sein Job als Schaufensterdekorateur bei Prada, bei dem er seine Visionen fand -und in Miuccia Pradas rechter Hand Manuela Pavesi sein großes Vorbild

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. Sie lehrte ihm die Kunst der Vermischung von Schönem und Hässlichem, von hochwertigen und billigen Materialien, die für Spannungen sorgt.

Diese Spannungen bedeuten in seiner Mode nicht zuletzt das Verschwimmen der Geschlechtergrenzen. Was heute ganz selbstverständlich ist, war im Jahr 2008, als er sein Label J.W. Anderson gründete, noch eine Vision der Avantgarde. Doch seiner Meinung nach muss Mode ohnehin immer an ihre Grenzen gehen, und das funktioniere mal besser, mal schlechter -aber nur so würde das, was heute gezeigt wird, in zehn Jahren ganz normal sein. Und sein Erfolg gibt ihm recht, denn was Kritiker bei seiner ersten Präsentation verrissen, lag damals schon in der Luft. Und was ist schon Kritik der Presse, wenn die, die es letztendlich tragen sollen, die Entwürfe lieben und die Einkäufer von Dover Street Market bis Barney’s New York Schlange stehen ?

Von »Unisex« hielt und hält J.W. Anderson allerdings damals wie heute nichts: »Männer sollen sich bei Frauen-und Frauen bei den Männerkollektionen bedienen können. Von Anfang an war es mir wichtig, die Wahrnehmung von bestimmten Silhouetten als weiblich oder männlich zu verändern. Für eine Männerkollektion habe ich mal Shorts mit Volantsaum entworfen. Warum kann ein Kleidungsstück für Männer wie Frauen nicht dasselbe bedeuten? Es ist doch nur Kleidung.«

J.W. Anderson

Pierce-Bag

 

Mit der »Pierce«-Bag gelang J. W. Anderson der Durchbruch in der Welt der Accessoires. Die Tasche ist mittlerweile vom Must-have zum Klassiker avanciert.

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