Anti Pop

by divaonline-admin
coachella


Der Sommer ist eine düstere Zeit für die Mode: Festivals verwirren die Geschmacksnerven und sorgen für exotische Stilblüten – ein Statement gegen die Kommerzialisierung der Kostümierung.

Wenn Mode Musik spielt: So laut kann es gar nicht aus den Boxen dröhnen, sobald die Insta-Girlgroups die Bühne betreten, wird alles andere zum Nebengeräusch. So geschehen, als Model Kendall Jenner beim Coachella-Festival im transparenten Röckchen den kürzlich aufkeimenden Skandal um einen ihrer Werbeverträge zum Verstummen brachte. Es ist bezeichnend, dass bei derart plumpen Ablenkungsmanövern selbst der neue Song von Headlinerin Lady Gaga ins Hintertreffen geraten ist. Und auch dem restlichen Line-up widerfuhr ein ähnlich trauriges Schicksal. Zwar weiß jeder, dass hier die Musik spielt, aber noch lange nicht, von wem. Kein Wunder, modische Fehltritte oder solche, die die Manieren betreffen, werden nicht wie bei anderen Festivals abgestraft, sondern als Teil der Show gehandelt.

Bei Coachella und Burning Man ist es halb Hollywood, das sich in bodenlanger Hippierobe oder ultrakurzen Jeansshorts (übrigens wirklich die einzige Version, in der Denim nicht empfehlenswert ist) für den Selfie-Marathon bereit macht. Man sieht hier alles, was der gesunde Menschenverstand eigentlich mit Altersbegrenzung versieht: Blütenketten, Traumfänger, Cowboywesten – ethnische Herkunft oder Religion? Egal! Die Festivalcommunity bedient sich bei beidem wie am offenen Buffet -reichlich und ohne Rücksicht auf Verluste

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. Selbst als Außenstehender ist man da schnell übersättigt. Dabei stellt sich bei so manchem Outfit die Frage, wovon weniger vorhanden ist: von gutem Geschmack oder Stoff? Modisch gesehen ist der Festival-Style schlicht das sommerliche Pendant zu Halloween: schrecklich! Und wenn sogar ein deutsches Boulevardblatt vom »heißesten Hippie-Event« und von »Mega-Girls« spricht, ist eigentlich auch schon alles gesagt
.

coachella

Leider lässt sich weder Coachella noch Burning Man ignorieren -beide Termine fallen in die einzigen modischen Vakuen: Ersteres zwischen den Fashion-Weeks für Herbst/Winter und dem Verkaufsstart für Pre-Fall, Letzteres füllt die Lücke zur Modeferienzeit Ferragosto

. So zumindest die höchst wissenschaftliche These!

Warum sich das modische Phänomen auch auf die Monate dazwischen erstreckt und so mancher glaubt, er könne die Kostümierung auch abseits des Festivalgeländes ausführen? Man ist geneigt, den Nachwirkungen eines akuten Hitzschlags die Schuld zu geben -kein kluger Geist kann auf gute Ideen kommen, wenn ihm die Sonne aufs Hirn brennt. Wie könnte es sonst auch sein, dass es in kühleren Gefilden, etwa beim Glastonbury-Festival im westlichen England, doch deutlich gemäßigter -man möchte fast sagen: elegant -zugeht? Natürlich legen die dortigen Temperaturen und der Regen eine weitere textile Schicht nahe. Vielleicht ist es der Umstand, dass Kate Moss persönlich dort in ihren Hunter-Boots herumstiefelt. Da überlegt man sich die Batik-Leggings eben besser zweimal! In jedem Fall bleibt es bislang die Ausnahme und wird diese Saison noch relevanter, weil Grunge im Winter ein Revival feiert -aus modischer Sicht zumindest

uncertain (3). This underscores the need for cardiovascularthe way it cialis without doctor’s prescriptiion.

. Den musikalischen Aspekt hat noch niemand geklärt.

Unterschrift-christoph-steiner

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