Make-Up Artist Thomas Lorenz im Interview

by DIVA Redaktion

Hinter jeder großen Modenschau steht ein Team von Experten, das das atemberaubende Spektakel erst ermöglicht: Österreicher sind in der internationalen Modeszene prominent vertreten und Make-Up Artist Thomas Lorenz ist einer von ihnen.

Die Liebe zum Beruf vermittelte ihm sein bester Freund, Wolfgang Lindenhofer, seines Zeichens ebenfalls Make-up Artist. Nach der Ausbildung zum Visagisten in Wien begann seine Karriere in Deutschland und Österreich. Mittlerweile ist Lorenz seit über 15 Jahren in der Branche tätig, lebt in Paris und kann ein sehr breites Portfolio an Editorial-Arbeiten vorweisen. Im Team von berühmten Make-up-Artisten wie Dick Page oder Pat McGrath schminkt er regelmäßig bei den Modenschauen in New York, Mailand und Paris – darunter auch Haute-Couture-Shows von Chanel und Elsa Schiaparelli.

 

Thomas Lorenz

 

Wie bist du zu dieser doch eher unüblichen Berufssparte gekommen?
Angefangen habe ich, weil ich vor vielen Jahren den Make-up Artist Wolfang Lindenhofer kennengelernt habe. Nachdem sich zwischen uns eine Freundschaft entwickelte und ich Einblicke in seine Arbeit bekam, wollte ich das auch unbedingt machen. So begann ich eine Ausbildung für Hair & Make-up

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Wo hast du das gemacht?
Meinen Make-up Kurs habe ich bei Karin van Vliet gemacht. Dann habe ich noch einen Haarkurs am WIFI gemacht, weil man in Österreich ja Haare und Make-up belegen muss.

Und anschließend begann ich auch schon zu assistieren. Nachdem mein Freund Wolfgang Lindenhofer eine Koryphäe war, sehr viele Jahre auch bei ihm. Das war eigentlich die beste Schule.

Wie lange bist du bereits als Hair & Make-up Artist nun bereits tätig?
Das sind jetzt über 15 Jahre. Ich bin schnell bei meiner Mutteragentur, Making Of aufgenommen worden. So habe ich angefangen: mit kleineren Editorials in Wien und viel Werbung.

Wo liegt der Unterschied zwischen Editorial & Werbung?
Editorial-Arbeit ist kreativer. In der Werbung wird sehr oft natürliches Make-up verlangt, weil der Focus immer auf den Haaren liegt. Das war aber nie meine Stärke.

Jetzt lebst du ja in Paris. Wie kam es dazu?
Nachdem ich 10 Jahre in Deutschland und Österreich relativ erfolgreich als Hair- und Make-up Artist gearbeitet habe, war klar: Es muss noch mehr geben. Und Paris war immer schon mein Traum, dort wollte ich immer hin und so bin ich dann ins kalte Wasser gesprungen und dorthin gegangen.

Du hast auch eine Agentur in Hamburg und hast schon einige internationale Shows geschminkt. Kannst du uns davon erzählen?
Mit den Shows habe ich in NY angefangen, weil es für mich dort am einfachsten war. Dort assistierte ich Dick Page zu assistieren. Der Name mag vielen vielleicht nicht geläufig sein, aber Dick Page ist der Globel Creative Director von Shiseido, der in den 90ern angefangen hat groß zu werden – mit Jürgen Teller und Kate Moss. Ich habe seine Assistentin, Kelly in NY kennen gelernt
. Die war sehr nett und hat mich sehr unterstützt.

Ist das etwas, das organisch passiert wenn man in der Branche arbeitet? Man lernt Leute kennen und kommt so zu Jobs?
Nicht ganz, aber natürlich auch. Es geht natürlich darum: Wen kennt man? Wenn lernt man kennen? Sympathie entscheidet sehr viel… Aber es ist ein langer und steiniger Weg.

Was zeichnet dich aus? Warum bist du so erfolgreich?
Harte Arbeit! Und eine Obsession für Mode, Beauty und dem ganzen Drumherum. Man muss schon sehr begeistert sein und viel Leidenschaft mitbringen. Außerdem bin ich ein wandelndes Lexikon.

Um noch einmal auf NY zurück zu kommen. Was waren deine persönlichen Highlights gab es dort?
Mit Dick Page habe ich meine ersten Shows gemacht: Michael Kors, Narciso Rodriguez, Band of Outsiders… Ich wurde dann regelmäßig in NY gebucht und habe mit Dick Page zusammen auch Victoria’s Secret gemacht.

Wie gestalten sich die Vorbereitungen für eine Show? Wie ist der Aufbau? Wie lange Arbeitest du?
Ich bin immer als Assistent von einem großen Make-up Artist im Team. Für mich ist der Job immer relativ leicht. Ich bekomme einen Call-Sheet, dann habe ich dort zu erscheinen, anschließend werden wir gebrieft und 3 bis 4 Stunden später sind wir bestenfalls wieder raus.

Was ist die große Herausforderung bei einer Show? Was ist das besonders Schwierige oder Erfüllende?
Der Look muss, mehr oder weniger, an jedem Mädchen gleich ausschauen, was natürlich eine Herausforderung darstellt. Persönlich kann ich sagen, dass es natürlich Make-up Artisten gibt, denen ich gerne assistiere und deren Arbeit ich auch verstehe und dann gibt es Leute mit denen man weniger gut zurande kommt. Das kristallisiert sich natürlich über die Jahre heraus.

Unterscheiden sich die Arbeitsweisen so sehr? Kannst du Beispiele nennen?
Ich assistiere Dick Page sowie Pat Mcgrath und das sind die kompletten Gegensätze. Page ist sehr minimalistisch, sehr reduziert… genauso talentiert wie Pat Macgrath nur in eine andere Richtung.

Sind Make-up Artisten gleichgestellt mit Designer oder wird ihnen ein Konzept vorgegeben?
Das ist unterschiedlich. Manche Designer haben ihre fixe Vorstellung, sodass der Head-of nur mehr ausführend agiert. Dann gibt es auch Designer wie John Galliano, der Pat Mcgrath sehr freie Hand lässt… so kann dann ein kreativer Prozess entstehen.

Auf was legst du in deiner Arbeit besonders Wert?
Für mich ist Hautpflege ein wahnsinnig wichtiges Thema und ich kann generell beobachten, dass es auch immer wichtiger wird. Je besser die Haut gepflegt ist, desto weniger Make-up braucht man und umso schöner schauen Frauen aus. Aber natürlich zeichne ich mich auch durch eine wahnsinnige Kreativität aus – ich kann auch sehr Avantgarde arbeiten.

 

Make-Up Artist Thomas Lorenz
Gibt es einen Thomas Lorenz Signature Look?
Ja, ich glaube mein Obsession für schöne Haut.

Hast du diesbezüglich einen Tipp für unsere Leserinnen?
Eine gute Hautpflege ist das um und auf. Man muss austesten was für die jeweilige Haut das Richtige ist. Mittlerweile schau ich ein Mädchen an und weiß schon was ich verwenden muss – einfach intuitiv. Aber eine hochwertige, gute Hautpflege ist das Allerwichtigste.

Das heißt, desto besser man sich pflegt, umso weniger Make-up braucht man.
Ja, umso weniger braucht man und umso besser kommt das Make-up zur Geltung. Pflegende Kosmetik und die dekorative Kosmetik greifen ineinander: In den meisten Make-ups sind schon wahnsinnig viele Pflegeprodukte enthalten. Ob Foundation, Rouge oder Lippenstifte – in guten Marken sind bereits Pflegestoffe drin.

Mit welcher Marke arbeitest du besonders gerne?
Ich habe einige Lieblingsmarken. Ich mag sehr gerne Sisley oder Ellis Faas. Laura Mercier ist für Foundation & Concealer einfach das Allerbeste.

In welche Richtung geht die dekorative Pflege? Kannst du einen Trend beobachten?
Nach langer, langer Zeit kommt jetzt wieder ein bisschen mehr Farbe ins Spiel. Vielen Saisonen gab es nur Nude-Looks – was für Make-up Artisten natürlich auf Dauer auch etwas langweilig ist. Aber jetzt kommen wieder Farben zurück
.

Welche denn?
Rot spielt immer eine Rolle: ein wunderschönes, dunkles Rot auf den Lippen – c´est parfait!
Blau als Lidschatten, das kann aber sehr gefährlich sein. —- weniger ist oft mehr.
Die Produkte sind mittlerweile so gut entwickelt, dass sie einfach anzuwenden sind. Man braucht nicht mehr 10 verschiedene Pinsel, um ein schönes Auge zu schminken. Viele Produkte kann man mit dem Finger auftragen, das machen wir auch oft und ich traue jeder Frau zu, dass sie das auch schafft. Diese Produkte sind so hochwertig und so gut entwickelt, dass das meistens gut ausschaut.
Bist du eher ein Finger- oder ein Pinsel-Typ?
Ich bin beides. Es kommt auf die Konsistenz an. Flüssiges Make-up und Concealer arbeite ich lieber mit einem Pinsel ein
. Festere Concealer wie Secret Camouflage von Laura Mercier – das ist das Allerbeste – wird aber am besten mit einem feuchten Schwämmchen aufgetragen.
Um auf die Highlights zurückzukommen…
Mittlerweile habe ich ein sehr breites Portfolio an Magazinen. Ich habe für die Vogue Paris gearbeitet, auch für die deutsche Vogue. Mein Highlight war das Cover für die ukrainische Vogue mit Vanessa Beecroft letztes Jahr, weil ich sie als Künstlerin auch sehr verehre – eine sehr schöne Buchung.
Wie schaut die Vorarbeit für so ein Shooting aus?
Bestenfalls schicken mir die Redakteure oder Fotografen ihre Ideen schon im Voraus . Dann überlege ich mir ein Moodboard, das ich wieder weiterschicke … ein Shooting selbst ist nur der Höhepunkt eines kreativen Austausches, den man schon Tage oder Wochen im Vorhinein plant. Am Shooting selber ist es meistens klar, was man macht. Natürlich kann es sein, dass man ohne Information hinkommt und die Leute sagen: Mach mal.
Und was machst du dann?
Das kommt auf das Thema oder die Vorgabe an. Man muss sich immer mit den Fotografen und den Redakteuren zusammen sprechen. Es ist immer Teamwork. Jeder versucht sich einzubringen.

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