Marina Hoermanseder X Rado

by divaonline-admin

Die Wiener Designerin Marina Hoermanseder hat mit Rado erstmals eine Uhr gestaltet. Ihre charakteristischen Designelemente dürfen da natürlich nicht fehlen.

Kooperationen spielen in der Karriere von Marina Hoermanseder eine große Rolle: Die österreichische Designerin hat Sneakers für Buffalo, Dirndln für Angermaier, Dessous für Palmers und -ganz aktuell -eine Uhr für Rado entworfen.

Der »Strap Skirt«, ein mit Schnallen verzierter, enger Rock aus starren Lederstreifen, ist Marina Hoermanseders Visitenkarte. Klarerweise finden sich Wiedererkennungsmerkmale auch auf ihrer Rado-Uhr; um €2 640,-. rado.com

 

Sie haben gerade Ihre erste Uhr designt. Welchen Zugang haben Sie zu Zeit? Sind Sie ein pünktlicher Mensch?
Ich bin leider kein pünktlicher Mensch! Ich würde lügen, wenn ich das behaupten würde. (lacht) Aber ich bin jemand, der Zeit sehr wertschätzt: Ich teile sie mir sehr gut ein und achte darauf, keine Zeit für Unnötiges zu verplempern.

Dann kommen wir auch gleich zu Ihrer Uhr: Wie war Ihre Herangehensweise?
Es war klar, das Modell »Captain Cook« von Rado quasi als Leinwand zu verwenden und diese mit den Designmerkmalen meiner Marke zu versehen. Ich wollte auch schon immer ein Uhrenarmband mit Schnalle machen, das hat sich jetzt perfekt ergeben. Ich war bemüht, die Uhr in ihrer Gesamtheit ein bisschen femininer erscheinen zu lassen -deswegen auch Pastellfarben, Roségold und dieser Armbandstil, um der Uhr noch mehr Schmuckcharakter zu verleihen.

Was haben Sie sich leichter vorgestellt, was schwieriger?
Ich war überrascht, wie wenig Platz auf dem Handgelenk zur Verfügung steht. Die Uhr nimmt schon mal einen großen Teil ein, und dann bleibt wenig Platz für etwas anderes. Das war eine neue Herausforderung. Und auch die Größen waren eine Aufgabe, denn jedes Handgelenk ist anders; das heißt, es ist gar nicht so leicht, dieses Design universell zu gestalten, ohne dass es verschiedene Größen zu kaufen gibt -dass die Schnalle dann immer an einer anderen Stelle sitzt, zum Beispiel.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Uhr?
Meine erste Uhr war auf jeden Fall eine digitale Uhr, weil ich als Kind immer Schwierigkeiten hatte, die Uhr zu lesen. Ich glaube, es war eine Casio, die mir, als sie plötzlich wieder modern wurde, nicht mehr gefallen hat.

Gab es in Ihrer Karriere einen Schlüsselmoment, in dem Sie wussten: »Jetzt habe ich es geschafft!«?
Lady Gaga war eine der ersten Promis, die meine Sachen getragen haben. Das war definitiv ein Schlüsselmoment, ganz klar; aber auch, als die Österreichische Post mir das Vertrauen geschenkt hat, dass ich ihre Uniformen entwerfen darf. Da wusste ich, dass ich Dinge richtig gemacht habe.

Mode, Uhr, Smartphonehülle Was wollen Sie auf jeden Fall noch designen?
Ich würde gerne eine Interior-Linie machen -gerade jetzt, wo wir alle so viel Zeit zu Hause verbringen, wäre das mein absoluter Traum.

Wenn Sie eine Zeitreise unternehmen könnten, wohin würde sie führen?
Dann würde ich gerne in den 1980er-Jahren in einen Nachtclub reisen, wo all die Grand Couturiers aus Paris mit den Topmodels abfeiern – das echte Fashionleben noch mit allen Schandtaten und Skandalen haut-nah miterleben

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