Fake Shopping

by divaonline-admin


Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht? Mode nach dem Motto »Fake it till you make it« hat anscheinend immer Saison. Aber was gerne für das Leben gelten darf, hat im Kleiderschrank definitiv keinen Platz!

Tarnen und täuschen – das ist bekanntlich das Motto in der Mode: Noch bevor ein Foto überhaupt durch den Fleischwolf der Retusche gedreht wird, sorgen Licht, Make-up und die Tricks der Stylisten mit ihren Klebestreifen und Klemmen für ein dezent verzerrtes Bild der Realität. Um Letztere zu sehen, müsste schließlich niemand ein Magazin kaufen, und überhaupt: Wer will schon das wahre Leben, wenn fantastische Abenteuer auf dem Mars warten (siehe Heft auf S. 56) oder man einen Spaziergang im romantisch verschneiten Wald machen kann? Eben!

Der schöne Schein ist, was wirklich zählt.

Und der will dann auch im Privatleben zumindest ansatzweise gewahrt werden

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. Dabei sind die Versuchungen groß: Luxus, so weit das Auge reicht, und jede Menge Trends, die man als selbst erkärter »Early Adapter« natürlich mitmachen muss. Irgendwann endet dabei nicht nur der Platz im Kasten, sondern auch das Budget
.

Dabei steigt leider im Alter neben den Instandhaltungskosten auch das Bewusstsein: Vielleicht ist eine gute Krankenversicherung am bzw
. gegen Ende doch eine sinnvollere Investition als die »Ghost« von Gucci?

Nun ist leider Verzicht so gar nicht meine Stärke -schon gar nicht bei modischen Fragen und den passenden Ausreden für ebensolche. Da liegt es nahe, ein Substitol zu suchen. High Street statt High End? Was die breite Masse an konsumwütigen Teenagern schafft, kann für mich doch kein Problem sein! Der aktuelle Einkaufsausflug führt diesmal also nicht in die angestammten Luxustempel, sondern, dem Strom der Masse folgend, zu einer spanischen Bekleidungskette. Heureka! Von Loewe bis Prada – die Highlights und Schlusslichter (Violett als Farbe der Saison – ernsthaft?) hängen hier dicht an dicht

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. Zum Teil recht traurige Kopien, aber dann auch wieder täuschend echt, sodass es selbst für Kenner einen zweiten Blick braucht, um den Samtblazer um 89,95 Euro von jenem um 4995 Euro von Balmain zu unterscheiden. Wäre da nicht die Qualität -und natürlich die Unmengen an Touristen, die sich durch die engen Gänge drängen und für wenig charmante Wühltisch-Atmosphäre sorgen!

Das lässt sich auch auf diverse Onlinehändler übertragen -das Sortiment von Asos sieht ja prinzipiell so aus, als hätte man den Kleiderschrank von Kanye West geplündert. Vielleicht kein pietätvoller Vergleich in Hinblick auf jüngste Ereignisse in Paris, aber nicht weniger unterirdisch als die Qualität und die Lieferung. Aus Kostengründen kommt das Ganze nämlich im grauen Plastikkuvert, das verdächtig an einen Müllsack erinnert. Dorthin dürfen die Sachen nach dem ersten Waschgang auch gerne wandern. Ob Kanye das ähnlich handhabt?

So dreist geklaute Kopien zu kaufen, spricht nicht für den Charakter. Gerade als Modemensch tut man es schließlich in dem Bewusstsein, dass man auf Kosten der Designer handelt. Auf Dauer lohnt es sich dann übrigens weder finanziell noch emotional (wieder mehr graue Haare dank der Massenhysterie an der Umkleide). Deshalb siegt in diesem Fall ausnahmsweise tatsächlich die Vernunft, oder besser: der Selbstschutz. Oder täusche ich mich da?

Unterschrift-christoph-steiner

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