Olivier Valverde: Der avantgardistische Parfumeur im Portrait

by divaonline-admin


Vom Sound-zum Duftdesigner: Oliver Valverde, Kopf und Nase des avantgardistischen Madrider Parfumlabels Oliver &Co, dringt mit seinen Kreationen in noch unerschlossene olfaktorische Sphären vor.

Grün und köstlich: »Ambergreen«, der neueste Duft von Oliver &Co., schmeckt -Pardon: duftet wie ein frisch gepresster grüner Smoothie. Das Parfum entfaltet sich anregend wie ein Gourmetduft, nur ohne die bekannte klebrige Süße von Zuckerwatte und Karamell, und hat stattdessen etwas von knackig-frischem Gemüse. Kein Wunder, dass die Kreation in der Kategorie »Best Artistic Independent Perfume« von der Jury des Deutschen Duftpreises ausgezeichnet wurde. »Ambergreen« trifft den Nerv unserer Zeit, ist dem Zeitgeist aber auch ein paar Schritte voraus. Denn so eindeutig Oliver Valverdes Düfte sind, so zwiespältig sind die Meinungen zu seinem Schaffen. Seine Kreationen gefallen nicht allen, ein Anspruch, den er allerdings auch gar nicht hat. Als Autodidakt hält er sich eben nicht an die Regeln der traditionellen Parfumherstellung -er kennt sie nicht einmal. Warum er das als Vorteil sieht, erzählt er im Interview.

Oliver Valverde

  1. »Ambergreen« aus der »Illustrated Series« von OLIVER &CO. verbindet knackiggrüne Elemente wie Koriander, grüner Pfeffer, Basilikum und Feigenblätter mit warmen Ambertönen. 50 ml um € 120,-, bei LE PARFUM

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    . leparfum.at

  2. »Nebula 1 -Orion« ist warm und herb. »Nebula 2 -Carina«, ist dagegen hell, leicht und frisch
    . Beides von OLIVER &CO., 50 ml um je € 140,-, ebenfalls bei LE PARFUM oder über oliverandcoperfumes.com.

Wie kamen Sie zur Parfumherstellung?
Über Duftkerzen. Ursprünglich war ich Toningenieur und DJ, aber ich wollte etwas mit den Händen tun. Da mich Gerüche schon immer begeisterten, startete ich mit duftenden Kerzen, lernte und entwickelte mich weiter und wagte mich schließlich an das weite Feld der Parfums. Ich brachte mir alles selbst bei.
Sie ergänzen Ihren

Labelnamen um den Titel »Avantgarde Perfumery«. Was bedeutet Avantgarde für Sie?
Etwas gänzlich Neues zu kreieren, konträr zum Mainstream. Bei so vielen Düften, die man auf dem Markt findet, erkennt man die Regeln der Parfumherstellung, viele ähneln sich. Meine Parfums sind ein Akt der Rebellion. Nicht nur, weil ich anders sein will, sondern auch, weil mein Weg anders ist. Ich bin da auch ehrlich zu mir: Ich weiß es teilweise einfach nicht besser. Wenn mich jemand bitten würde, einen Duft

in dieser Duftfamilie und mit jenen drei Kopfnoten zu kreieren -ich wüsste nicht, wie
. Ich arbeite intuitiv. Wenn man immer den Regeln folgt, wird nie etwas gänzlich Neues entstehen.

Wie entwickeln Sie Düfte?
Sie entwickeln sich aus dem Machen heraus, ohne Fantasiegeschichte oder Marketingkonzept. Ich fange einfach an zu arbeiten und abstrahiere den Prozess

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. Inspiration ist die Nicht-Inspiration. Roh, transparent und ehrlich, wie die Namen der Düfte, die sich einfach auf die Zutaten beziehen.

Warum verwenden Sie nicht nur natürliche Essenzen?
Ich finde, ein Parfum braucht beides. Natürliche Essenzen haben Tiefe, sind sehr komplex, riechen für sich alleine aber nicht nach 21. Jahrhundert, sondern immer wie etwas aus der Vergangenheit. Synthetische Duftrohstoffe wirken moderner, sind aber einfacher und oberflächlicher. Wenn man beide mischt, fügt man dem jeweils anderen eine neue Dimension hinzu.

Sie arbeiten gerade an einer neuen Duftkollektion
. Worum geht es dabei?

Bei der Nebula-Serie versuche ich, die Textur und Farbe von Fotografien von Galaxien in Düfte zu übersetzen, quasi hyperrealistische olfaktorische Abbildungen der Fotos zu machen. Bei »Nebula 1 – Orion« stehen etwa Rose und Veilchen für Pink, Castoreum, eine sehr dunkle, animalische Zutat, für die schwarzen Bereiche, Orangenöl und Aldehyde für das helle Licht. Für »Nebula 2 -Carina« habe ich metallische, elektrische, blaue und smaragdgrüne Noten verwendet, mit spritzigen, perlenden Effekten. Dabei steht aber keine Zutat im Zentrum, sondern die Gesamtheit, wie ein Nebel eben.

 

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