Gucci Muse Petra Collins

by divaonline-admin

Sie ist Künstlerin, Kuratorin und eine Muse von Gucci-Designer Alessandro Michele. Ein Interview über Ästhetik, Stil und den Duft eines geheimen Gartens.

Eigentlich steht Petra Collins ja lieber hinter der Kamera. Dort, wo sie die Kontrolle hat. Aber ihr außergewöhnlicher Look bringt die 24-jährige Künstlerin auch regelmäßig vor die Linse. Zuletzt als das Kampagnengesicht von »Gucci Bloom«, dem ersten Duft von Alessandro Michele, der über sie sagt: »Sie ist eine Künstlerin, eine Frau von einer intensiven und starken Schönheit.«

Petra Collins

 

Sie ist eine Art junger Warhol: Jemand, der kuratiert und gleichzeitig Model und Künstlerin ist.

Ryan McGinle, Fotograf

 

Petra Collins ist in Toronto aufgewachsen. Als die DIVA sie in New York zum Interview trifft, erkennt man in jeder ihrer grazilen Bewegungen, dass ihr zarter Körper viel Zeit im Ballettsaal verbracht hat. Tanz war bis zu einer bösen Knieverletzung das Ventil der Tochter einer ungarischen Mutter, die jung nach Kanada geflüchtet war. Danach wurde es die Fotografie, nachdem sie Arbeiten des New Yorker Künstlers Ryan McGinley gesehen hatte. Sie begann, ihre Schwester und deren Freundeskreis mit der Kamera zu begleiten, und traf mit ihren Aufnahmen, die irgendwie immer in eine Art rosa Wolke gehüllt scheinen, nicht nur den Nerv der Zeit, sondern auch den Geschmack von Tavi Gevinson, der jungen Bloggerin und Herausgeberin des Onlinemagazins »Rookie«, die sie heute zu ihren engsten Freundinnen zählt. Dann kamen der fast obligatorische Umzug nach New York, die Macht und das Netzwerk von Social Media, die sie gut für sich und als Unterstützung anderer junger Künstlerinnen zu nutzen wusste, und das Quäntchen Glück, das ihr Talent begleiten sollte
. Heute kuratiert sie Ausstellungen, dreht Musikvideos und fotografiert neben ihren künstlerischen Arbeiten auch Kampagnen für Adidas, Nordstrom oder Gucci.

Gucci Muse

Denim Liebhaberin

Künstlerinnen und Family

 

Haben Sie das Gefühl, dass sich die Mode verändert, seitdem die Welle des Feminismus so hochschlägt?
Ich denke, bei Mode geht es immer darum, sie für sich selbst zu tragen, und nicht darum, sie als Mittel zu verwenden, das dich für jemand anderen verändert. Frauen sollten Dinge tragen, in denen sie sich wohlfühlen und die ihnen das Gefühl von Stärke geben. Ich fühle mich zum Beispiel immer am besten, wenn ich Alessandros Designs trage. Denn sogar, wenn ich einen bodenlangen geblümten Rock trage und bis oben hin zugeknöpft bin, fühle ich mich sexy. Es geht heute darum, sich stark zu fühlen, und nicht durch das, was man trägt, zum Objekt zu werden.

Aber das heißt es doch schon länger…
Es ist ein sehr langsamer Prozess und es ist nicht leicht, daran zu arbeiten
. Aber ich denke, je öfter wir Bilder von »echten« Menschen sehen, die einfach ihr Leben genießen, überträgt sich dieses Gefühl auch auf andere. Einerseits gibt es die Generation Selfie, die nicht mit verschönernden Filtern spart, andererseits Frauen, die sich in ihrer Natürlichkeit wohlfühlen. Wie passt das zusammen? Es gibt doch zu jeder Strömung eine Gegenströmung. Aber das braucht es auch. Negatives und Positives sind zusammen der Motor, der den Menschen die Wahl gibt, sich für etwas zu entscheiden. Das bringt im Endeffekt alle weiter.

Wie wichtig ist Mode für Ihre Arbeit?
Sehr wichtig, weil sie fast eine physische Sache ist. Ich liebe Farben und Bewegung, nicht zuletzt, weil ich ja sozusagen als Tänzerin aufgewachsen bin.

Haben Ihre ungarischen Wurzeln Einfluss auf Ihren Stil?
Auf jeden Fall! Als meine Mutter nach Kanada kam, konnte sie sich modemäßig endlich ausleben. Als Kind hat mich meine verrückt angezogene Mutter peinlich berührt. Aber vielleicht fühle ich mich deshalb auch so wohl in Gucci. Als ich meine Familie mit traditionellen ungarischen Gewändern für eine Kampagne fotografiert habe, konnte man nicht sagen, was Gucci und was Tracht ist.

Hat sich Ihr Stil verändert, seit Sie so tief ins Gucci-Universum eingetaucht sind?
Nicht wirklich. Ich habe es immer schon geliebt, mich zu stylen

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. In der Highschool war für mich jeder Tag eine Modenschau. Meine Freunde und ich waren täglich in Secondhandshops und haben all diese tollen Stoffe von den 60ern bis zu den 90ern gemixt. Das war damals meine Lieblingsbeschäftigung.

In der Mode haben Sie keine Angst, Dinge wild miteinander zu mischen. Wie sieht es mit Düften aus?
Ich hatte ehrlich gesagt nie wirklich einen Duft, weil ich nichts nur wegen seiner selbst tragen wollte. Mir ist es immer wichtig, dass Dinge eine Geschichte erzählen. Noch besser ist es natürlich, wenn sie meine erzählen. Deshalb habe ich mich auch über »Gucci Bloom« gefreut. Es fühlt sich einfach an, als würde man in einem geheimen Garten herumlaufen.

Work

Als Fotografin gibt Petra Collins ihren Bildern gerne einen mädchenhaft verspielten Look. Zu ihren Lieblingsmotiven zählen die Mitglieder ihrer Familie, die sie nicht nur für ihre Kunst – das Bild oben zeigt ihren ungarischen Cousin Palko -, sondern auch für ihre Kampagnen für Gucci in Szene setzt, die sie gerne in Ungarn fotografiert.

 

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