Freischwimmer

DIVA Beauty ©Wolfgang Pohn

Natürlich kann man in der Badewanne nicht wirklich schwimmen, doch so ein Vollbad ist ein guter Platz, um sich treiben zu lassen. Das warme Wasser fördert die Durchblutung, entspannt die Muskulatur, die inneren Organe -und mit ihnen auch den Geist und die Seele.

Aromatische Pflanzen als Badezusatz tun ihr Übriges: Je nach Sorte potenzieren sie die entspannende Wirkung des warmen Wassers oder regen an, beleben und haben einen gesundheitlichen Nutzen. Getrocknete Zutaten, also Kräuter, Blüten und Blätter, bekommt man etwa bei Herbarium Officinale in Wien, frische Ingredienzien in der Natur, auf Märkten und in Gärtnereien.

Fotos Wolfgang Pohn Haare und Make-up Nicole Pessl-Jaritz Model Lisa-Marie Grozurek @ WIENER MODELS Location Hotel ALTSTADT

Gänseblümchen, Ringelblumen und Jasminblüten schätzt man in der Kräuterheilkunde für ihre hautberuhigenden Eigenschaften – sie sind ideal für trockene und gereizte Haut. Alle über Herbarium Officinale.

Frische Kräuter in Lebensmittelqualität machen sich auch in der Wanne gut, zum Beispiel als Erkältungsbad (wie im Bild rechts) mit Salbei, Thymian, Minze und Spitzwegerich. Rosmarin wirkt anregend, Oregano und Majoran sogar aphrodisierend -am besten direkt vom Gemüse-und Kräuteranbieter des Vertrauens, etwa der Wiener Gärtnerei Jakubek, holen.

DIVA Beauty ©Wolfgang Pohn

Von dort stammt auch der Fuchsschwanz bzw. Amarant im Bild rechts, dem antioxidative und hautklärende Eigenschaften zugeschrieben werden. Wichtig: »Kräuterbäder haben mitunter auch medizinische Wirkung. Allergiker, Schwangere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sollten deshalb nur nach Absprache mit dem Arzt kräuterbaden!«, rät Herbarium-Officinale-Heilkräutercoach Susanne Prochaska.

Dass Lavendel beruhigt, ist bekannt -weniger bekannt ist, dass Kornblumen die Haut klären und Juckreiz lindern und Malve im Bad feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend wirkt. Letztere färbt sogar das Wasser blauviolett, wie man im Bild links sieht. Im rechten Bild stehen Rosenknospen, Hibiskusblüten, Pfingstrosen und Mohnblumen im Mittelpunkt: Sie alle wirken dank ihrer ätherischen Öle und Pflanzenstoffe leicht antibakteriell, antioxidativ und wohltuend – nicht nur auf die Haut, sondern dank ihrer Farben und Düfte auch auf die Sinne. Für den Alltag empfiehlt Susanne Prochaska, die Kräuter und Blüten in ein Stoffsäckchen zu geben und unter den einfließenden Wasserstrahl zu hängen. Für ein Vollbad benötigt man 50 bis 200 g Kräuter, Blüten oder Blätter.