Ruf der Wildnis

wildniss beauty ©Hilde van Maas

Das Leben ist zu kurz für langweiliges Haar. Neue Nuancen bringen frischen Wind in öde Gleichtönigkeit. Die Lust auf Aufregung, der Wunsch nach expressivem Ausdruck gepaart mit einer Prise Glamour – das trieb die DIVA in die Wüste, um dort frische Farben erblühen zu lassen.

Fotos Hilde van Mas Produktion Margit Kratky Redaktion Lucie Knapp Haare und Make-up Sophie Chudzikowski @ Perfectprops Styling Barbara Zach Model Ronnie @ Exit Model Management Fotoassistenz Sabri Dridi

Goldkind
Mittlerweile gibt es von allen großen Haarpflegefirmen Glossing-Tönungen, die den Schopf intensiv pflegen, ihm Glanz verleihen und die bestehende Farbe veredeln.
Beim »Gloss Smudging« wird nur der Ansatz behandelt, um harte Nachwuchskanten weich zu zeichnen. Neu sind auch die innovativen »Pure Pigments« von Goldwell: Farbstoffkonzentrate, die Kolorationen beigemengt werden, um dem Haar durch intensiven Glanz, mehr Farbtiefe und durch nuancierte Reflexe mehr Leben zu geben.
Kleid mit Spitzeneinsatz und Fransen von Dior, dior.com.

FarbenFee
Pastellfarbene Mähnen sind nach wie vor Trend, darunter auch Rainbow-, Unicorn- oder Milkshake-Hair, bei dem mehrere Farben in einer Frisur vereint werden. Die meisten Tönungen, etwa »Color Fresh Create« von Wella, waschen sich schnell aus – ein guter Grund, immer wieder Neues auszuprobieren. Wichtig zu wissen: Rote und rosa Pigmente sind vergänglicher als blaue und grüne, was z. B. Lilatöne nach einiger Zeit schlammig aussehen lässt. Tipp: Farbenlehre beachten! Spitzenbluse von Dior, dior.com.

Rotschopf
Wer bei Pflanzen­haarfarben an Hennarot denkt, hat schon recht: Auch das kann man mit der neuen »Botanéa«-Koloration von L’Oréal Professionnel erreichen – aber nicht nur! Die Botanéa-Range umfasst Töne von Goldblond über Rot bis Schwarzbraun und ist dabei zu 100 % pflanzlich und vegan. Die Farbpulver aus Henna, Indigo oder Cassia werden je nach gewünschtem Ergebnis zusammengemischt und mit heißem Wasser angerührt. Die Kolorationen kräftigen das Haar auch noch. Ein­ziges Manko: Aufhellung ist damit nicht möglich. Schluppenbluse von Louis Vuitton, ­louisvuitton.com.

Märchenmädchen
Die Painting-Technik ist ideal für Balayage-Färbungen, Aufhellungen mit modernem Edge und als Basis für Pastelllooks. Dabei wird das Haar freihändig strähnen­weise angemalt. Um weiche Übergänge sicherzustellen, braucht es spezielle Farbpasten wie das »Hair Painting Lightening Powder« der New Yorker Trendmarke Whittemore House Hair Paint mit Tonerde, etwa bei Uler Private Hairdressing, Graben 14, 1010 Wien.
Weitere Salons unter whittemorehouse.eu. Transparente Bluse by Ola von Runway Vienna, ­runwayvienna.at.

Sonnenanbeterin
Erdbeerblond trifft auf Dottergelb: Rosastichige Blondtöne boomen genauso wie farbstarke »Balayage«-Strähnen zur natürlichen Haarfarbe. Balayage bezeichnet eine Freihand-Färbetechnik, bei der vor allem die Spitzen strähnenweise heller nuanciert werden. Eine Spur extremer ist die Dip-Dye-Technik, bei der nur die untere Hälfte des Haars koloriert wird, was so aussieht, als hätte man es in einen Farbtopf getaucht. Knalltöne bieten z. B. Salons, die mit »Igora Color Worx Intense« von Schwarzkopf Professional arbeiten. Kleid mit Strassbesatz von Dolce & Gabbana, dolcegabbana.com.