Vom Tomboy zur Catwalk-Göttin: Arizona Muse im Portrait

by DIVA Redaktion

Sie liebt Boots und bewegt sich dennoch in High Heels wie eine Göttin. Ein Interview mit dem Model Arizona Muse, das seinen Namen nicht immer als Berufung sah.

Arizona Muse ist kein Künstlername, sondern steht schon von Geburt an in ihrem Pass. Es ist aber ein Name, in den sie erst hineinwachsen musste, weil er so speziell ist. Die 28-jährige Tochter einer britischen Textildesignerin und eines amerikanischen Kunsthändlers wurde in Tucson, Arizona, geboren. Daher der (wortwörtlich) naheliegende Vorname

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Aber nicht nur in ihren Namen, auch in ihren Beruf musste die Mutter eines neunjährigen Sohnes erst hineinwachsen. Den ersten Anlauf als Model nahm sie mit 16
. Den zweiten drei Jahre später, als ihr Sohn Nikko etwa ein Jahr alt war. Die junge Mutter zog von New Mexico, nach New York und tauchte mit einer neuen Frisur in die Modewelt ein. Der dunkle kurze Bob, die starken Brauen und die dunklen Augen waren ihr Ticket auf die Catwalks der New York Fashion Week. In der gleichen Saison, 2011, buchte sie dann Miuccia Prada exklusiv für ihre Show und Arizona übersprang gleich ein paar Stufen auf der Karriereleiter.

Arizona Muse @Getty Images

LAUFSTEG-PRINZESSIN Wie für sie gemacht: die Amerikanerin in Haute Couture von Ralph & Russo am Runway.

Wie modisch sind Sie aufgewachsen?
Als kleines Mädchen habe ich immer mit den Kleidern meiner Mutter gespielt. Da waren herrliche Dinge aus den 1980er-Jahren dabei. Aber wenn man so wie ich in Santa Fe, New Mexico, aufgewachsen ist, kommt man wenig mit Mode in Berührung. Das Leben spielt sich da nur draußen ab und es gab damals auch gar nicht die Möglichkeit, schick einkaufen zu gehen. Wenn ich mir Kinderfotos ansehe… sagen wir so – lustige Outfits.

Wie haben Sie Ihren Stil entwickelt?
Ich glaube, dass ich viel von meiner Mutter übernommen habe. Vor allem, als ich noch jünger war. Sie mochte immer schon sehr weiche Materialien. Das ist auch mir extrem wichtig. Aber ich bin immer noch dabei, meinen Stil zu finden. Als Teenager war ich ein totaler Tomboy. Ich wollte nicht einmal durchsichtigen Nagellack tragen. Heute bin ich schon viel weiter. Ich liebe Farben, ich liebe Materialien. Der Umgang damit fällt mir aber nach wie vor nicht immer leicht.

Dabei lernen Sie als erfolgreiches Model von den Besten…
Um einen Look für sich selbst zu erobern, braucht es aber mehr als die aktuellen Kollektionen. Klar arbeite ich viel mit Stylisten, aber wenn etwa ein Shooting vorbereitet wird, sind die Möglichkeiten sehr limitiert.

Inwiefern?
Es können nicht viele Vintage-Stücke verwendet werden, da der Fokus auf der aktuellen Saison liegt. Aber genau die älteren Teile prägen doch den Stil einer Frau. Der eigene Kleiderschrank gibt so viel Freiheit, weil da ja nicht nur Dinge hängen, die man erst letzte Woche gekauft hat. Und das macht doch den ganzen Spaß an der Mode aus und letztendlich den persönlichen Stil sowie das Auftreten.

Die Modewelt gilt als sehr oberflächlich. Wie sind Sie an Ihrem Beruf als Model gewachsen?
Ich war als Teenager extrem schüchtern. Als ich zu modeln begann, wurde dies noch offensichtlicher. Vor allem, weil es so gar nicht zum Job passt
. Hier muss man oft Dinge tragen, in denen man sich nicht so wohlfühlt, und dann auch noch so tun, als wäre man richtig selbstbewusst. Dieses Spiel habe ich mit den Jahren so verinnerlicht, dass ich heute immer ich selbst sein kann.

Bei Ihrem Namen drängt sich die Frage auf, ob Sie sich als Muse fühlen?
Ja, es ist interessant, aber auch hier spielt das Älterwerden eine große Rolle für mich. Früher konnte ich meine Möglichkeiten gar nicht schätzen. Ich hielt lieber meinen Mund, als etwas Dummes zu sagen. Ich finde aber, dass viel Inspiration über Kommunikation passiert. Und seitdem ich mit den Kreativen um mich herum auch spreche, fühle ich, dass ich am kreativen Prozess teilhaben kann und manchmal wirklich zu einer Muse werde. Das macht unglaublich viel Spaß!

Haben Sie einen Lieblingsdesigner?
Ich habe kürzlich eine Kampagne für Chanel gemacht und liebe Karl Lagerfeld! Er ist toll
. Ich habe wirklich Glück, dass sich die Zeit unserer Karrieren überschneidet. Stellen Sie sich vor, ich wäre zehn Jahre jünger. Wer weiß, ob ich dann die Möglichkeit dazu hätte…

Fotos: Getty Imgaes

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