Schmuck mit Symbolkraft

by divaonline-admin


Schmuck ist nicht nur dekorativ. Er kann auch Schutz bieten, Glück bringen, Gelassenheit schenken -und Geschichten erzählen.

Ein Ehering am Finger, ein Diadem auf dem fürstlichen Haupt, ein Paar funkelnder Diamanten an den Ohren: Ein Schmuckstück ist nie nur die Summe von Edelmetall und Juwelen. Schmuck symbolisiert Liebe, Verbundenheit – und nicht zuletzt Status.

Auch jenseits des Rings als Beweis der Unendlichkeit einer Liebe, des Kreuzchens am Hals als Zeichen von Religiosität oder des klassischen Glücksbringers wie dem vierblättrigen Kleeblatt besitzen zum Kunstwerk geformte Edelsteine oftmals Symbolik. Nicht selten sogar eine tiefere, als der Uneingeweihte ihnen auf den ersten Blick zutraut. Die Subtilität der Botschaft ist nicht ihr geringster Reiz, vor allem, wenn ihre Bezüge tief in die Geschichte oder in uralte Kulturen reichen. Anhänger, Amulette, Medaillons und sonstige Schmuckstücke mit potenziertem Symbolwert liegen auch im dritten Jahrtausend voll im Trend. Ein Blick in die Schatullen der Designer beweist es

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Schlangenmotive: Verführerisch und klug wie Kleopatra

Symbolkraft

Bulgaris »Serpenti«-Uhr schmückte am Set zum Film »Cleopatra« das zarte Handgelenk von Elizabeth Taylor.

Etwa bei den Schlangendesigns aus dem Haus Bulgari. Wer sich bei dem Gedanken an Körperkontakt mit Angehörigen dieser Spezies instinktiv schüttelt, mag sich eine weitere große Diva ins Gedächtnis rufen: Elizabeth Taylor. In ihrer Starrolle als ägyptische Königin Kleopatra ist sie im Kinoklassiker »Cleopatra« aus dem Jahr 1963 (Bild Oben) mit Schlangenschmuck von Bulgari buchstäblich behangen -ganz ohne Berührungsängste und garantiert ohne Bisse (dass die legendäre Herrscherin ihr Ende schließlich durch ein Reptil aus dem Nil findet, liegt jedenfalls nicht am Schmuck).

Die schönste Frau der Welt in der Rolle der von Shakespeare als Verführerin des hilflosen Römers Marcus Antonius gezeichneten Königin hätte kein passenderes Symbol tragen können als die Schlange, die einst Adam und Eva auf Abwege führte. Folgerichtig trat Liz Taylor mit ihrem Look im Monumentalfilm eine Welle der Begeisterung für Schlangenschmuck los. Es war keine modische Eintagsfliege -bis heute hat Bulgari seine »Serpenti-Kollektion« im Programm.

Schon in der klassischen antiken Mythologie wird die Schlange mit Sinnlichkeit assoziiert – vom Alten Testament und ihrem Auftritt als Verführerin im Garten Eden gar nicht zu reden. Doch auch mit Weisheit, Vitalität und dem Kreislauf des Lebens wird die Schlange seit jeher in Verbindung gebracht
. Die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit ist mit dem Reptil verbunden. Den alten Griechen diente das Bild zweier sich windender Schlangen als Bild für Medizin; eine Assoziation, die auch heute noch durchaus Verwendung findet. Und schon im alten Ägypten der Pharaonen war die Schlange ein Tier, das wohl gefürchtet, aber mehr noch verehrt wurde. Auch deshalb trug Kleopatra als Symbol ihrer königlichen Kräfte Juwelen mit Schlangenmotiven.

Der Skarabäus: ein Glückskäfer

Symbolkraft

Der Skarabäus stand im alten Ägypten für Fortune und schöpferische Kraft. Ring mit echtem Skarabäus-Artefakt, erhältlich über hofer-antikschmuck.de.

Der kleine Skarabäus hat seine Wurzeln ebenfalls im alten Ägypten. Der Glückskäfer stand außer für Fortune auch für schöpferische Kraft. Die alten Ägypter nahmen an, dass das kleine Krabbeltier ohne Fortpflanzung entstand – weil er sich im Nilschlamm so auffällig schnell vermehrte
. Auch von seiner Erscheinung, insbesondere den wie Gold glänzenden Flügeln, waren sie angetan, weshalb das Käferchen als Verkörperung der Gottheit Chepre verehrt wurde – nicht schlecht für ein Insekt, das anderswo als Mistkäfer bezeichnet wird. Man schrieb ihm sogar seherische Fähigkeiten zu. Die Ägypter glaubten, dass das vermehrte Auftauchen des Skarabäus in Wohnhäusern das ersehnte Hochwasser des Nils ankündigte. So brachte er es zum Glücksbringer und Schutzsymbol.

Noch einige Tausend Jahre später erfreut er sich als symbolträchtiges Schmuckstück großer Popularität: Das Spektrum reicht vom Skarabäus aus türkisfarbenem Speckstein für die Hosentasche bis zum Anhänger aus Gold und Diamanten.

Das Glückskleeblatt

Von Jacques Arpels heißt es, er habe im heimischen Garten häufig nach vierblättrigen Kleeblättern gesucht, um sie seinen Mitarbeitern zu schenken -vor allem solchen, die seiner Auffassung nach eine Extraportion Fortune gebrauchen konnten. Von dieser liebenswerten Angewohnheit war es nur ein kleiner Schritt zum Schmuckstück mit dem klassischen Symbol des stilisierten Glückskleeblatts.

Symbolkraft

Van Cleef & Arpels “Alhambra” Kollektion

Im Jahr 1968 brachte das Luxusschmuckhaus Van Cleef & Arpels seinen Glücksbringer auf den Markt. Er passte hervorragend in die Aufbruchsstimmung der Zeit, ist aber auch ein halbes Jahrhundert später ein Dauerseller -aus dem Modeerfolg einer Saison wurde ein Klassiker, der Generationen verbindet. Mittlerweile umfasst die Kollektion »Alhambra« ganze 226 Schmuckstücke. Ohrringe, Ketten, Ringe und Uhren zieren Kleeblätter aus Perlmutt, Rosé-, Gelb-oder Weißgold und Karneol, zu den prominenten Trägerinnen gehörte auch bei dieser Art Schmuckstück Elizabeth Taylor. Zum 50. Jubiläum ist eine Geburtstagskollektion mit neuen Ohrhängern sowie Kette und Armband – ebenfalls in Weiß-, Gelb-oder Roségold zu haben und mit unterschiedlichen Steinen verziert -erschienen, in limitierter Auflage. Warum Arpels seine Kreation »Alhambra« nannte, ist indessen nicht überliefert.

Symbolik und Aberglaube

Auch Glaube und Aberglaube boten den Menschen immer schon Anlass zum Schmuck des Körpers
. Viele Motive, die man längst als klassisch begreift, haben ihre Wurzeln in der einen oder anderen Religion. Vor allem im Bereich des Modeschmucks gilt: Je mehr Symbolik, desto besser.

  1. BLICK IN DIE SEELE Das »Blaue Auge« oder Nazar-Amulett ist so berühmt wie dekorativ

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    . Aus dem Orient, wo es aus Türkis oder tief blauem Glas in jedem Basar verkauft wird, fand es in den modisch von der Hippiekultur inspirierten 70er-Jahren den Weg nach Europa.

  2. HAND AUFS HERZ Die beliebte, meist symmetrisch gestaltete »Hand der Fatima« soll ihrem Träger Schutz bieten und Böses abwenden -und ist dazu auch optisch sehr ansprechend.
  3. Ein Anhänger aus dem Grab von Tutanchamun in Form eines Wedjat-Auges, Symbol des Schutzes, flankiert von der Geiergöttin Nekhbet und der Schlangengöttin Wadjet.

Das Tibetische Mandala

Für das Mandala war es ein weiter Weg aus Tibet, dem »Dach der Welt«, zum populären Accessoire im Westen. Eigentlich sind Mandalas quadratische oder runde Schaubilder, die in Hinduismus und Buddhismus zur Meditation genutzt werden. Sie sollen es den Gläubigen erleichtern, Darstellungen von Göttern oder auch komplexe religiöse Zusammenhänge zu verstehen und sich einzuprägen. Ihre symmetrische Gestaltung macht sie aber auch überaus dekorativ -nicht nur für gestresste Erwachsene, die gerne an Mandalas erinnernde Zeichnungen ausmalen, sondern auch für Schmuckdesigner. Ebenmäßige Muster beruhigen Auge und Gemüt, mit der Herkunft des Mandalas verbinden wir zusätzlich Meditation und Entspannung. Was läge also näher, als sich einen solchen Ruhepol und Kraftspender um den Hals zu hängen? Viele Menschen sind sogar fest davon überzeugt, dass Mandala-Schmuck dem Träger innere Stärke, Gelassenheit und Zuversicht verleiht. Umgekehrt ist die Angst vor dem »Evil Eye«, dem bösen Blick, der Unheil oder Schaden bringt, in fast allen Kulturen verankert – ebenso wie einschlägige Schutzmechanismen, die man am besten immer bei sich trägt. Die in Indien für diesen Zweck genutzte Swastika ist in der westlichen Welt aus offensichtlichen Gründen nicht mehr tragbar.

Das blaue Auge: Nazar-Amulett

Berühmt und sehr dekorativ ist aber das »Blaue Auge« oder Nazar-Amulett. Aus dem Orient, wo es aus Türkis oder tiefblauem Glas in jedem Basar als Amulett, Anhänger, Ring sowie an Ketten und Armbändern verkauft wird, fand es in den modisch von Folklore und Hippiekultur inspirierten 70er-Jahren den Weg nach Europa. In seiner Heimat wird es auch das »Auge der Fatima« genannt, was auf die jüngste Tochter des Propheten Mohammed verweist.

Die Hand de Fatima

Nach dieser im Islam verehrten Frau -ihre Bedeutung lässt sich mit der Marias im Christentum vergleichen -ist ein weiteres Schutzsymbol benannt: die »Hand der Fatima«.

Ihre Wurzeln liegen in Nordafrika und im Nahen Osten. Die meist symmetrisch gestaltete Hand, bei der Daumen und kleiner Finger ebenso wie zweiter und vierter Finger jeweils gleich geformt sind, soll Schutz bieten, Böses abwenden -und ist dazu noch optisch sehr ansprechend. Weil auch das Material die Wirkung steigern soll, sollte die Hand idealerweise aus Silber sein, mit einem »Blauen Auge« im Handteller. Im Orient hängt sie nicht nur als Amulett an Hälsen, sondern zum Schutz der Insassen auch an Autorückspiegeln. Wie das christliche Kreuz hat aber auch die Hand der Fatima als Schmuckstück die Grenzen der Religion längst überschritten und wird von vielen Menschen aus ästhetischen Gründen getragen. Dann darf das blaue Auge in der Hand der Fatima auch ein Saphir sein und die Handfläche aus Gold oder Platin.

 

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