Die DIVA beim Schmuck-Workshop von Hian Jewellery

by divaonline-admin


Beim Schmuck-Workshop durfte die DIVA den Goldschmiedemeistern von HIAN JEWELLERY über die Schulter schauen und dabei auch selbst Hand anlegen
. Das Ergebnis? Überraschende Erkenntnisse, sympathische Geständnisse und schmerzhafte Ereignisse.

Als Modemagazin berichtet man ja regelmäßig über die neuesten Schmucktrends, kennt die aktuellen Kollektionen der Luxushersteller und denkt, man wisse auch über die Machart solcher Preziosen bestens Bescheid. Been there, done that und so weiter. Aber ein Schmuckstück aus Silber völlig selbst herzustellen? Das ist eine Gelegenheit, die ich doch gern ergreife. Man lernt ja nie aus. Wie es lief? Da müsst ihr schon weiterlesen. Aber eines darf man schon mal verraten: ein Karrierewechsel kommt für mich nicht infrage..

 

Schatzsuche

Das junge Schmucklabel aus Wien ist derzeit noch ein echter Geheimtipp: Die Goldschmiede-Werkstatt des Labels liegt nämlich ein bisschen versteckt in einem Hinterhof in der Seilerstätte 22 im ersten Wiener Bezirk

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. Ich bahne mir den Weg über die schmale steinernde Wendeltreppe des alten Gebäudes hinauf in die Werkstatt, wo ich auch schon mit einem Lächeln herzlich begrüßt werde. Nach einem kleinen Rundgang, bei dem ich die filigranen Werkzeuge und altehrwürdigen Maschinen bewundere, beginnen die Besitzer des Labels auch schon von sich zu erzählen

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. In eine Juwelierfamilie aus der Inneren Stadt hineingeboren, beschließen die Geschwister Hagop Asvazadurian (Gold- und Silberschmiedemeister) und Ani Asvazadurian (bildende Künstlerin, Fotografin, Grafikerin und für den optischen Auftritt bei Hian Jewellery verantwortlich) 2016 ihre eigene moderne Schmucklinie zu kreieren. Elegant und ein bisschen „edgy“, so sehen sie sich selbst. Jedes Schmuckstück wird komplett von Hand gefertigt.

 

 

 

Startschuss

Aber jetzt geht es erst mal ans Eingemachte. Aus einem Stück – für mich sehr massiv wirkenden – Sterling Silber muss ich nun die Kreisform aussägen, die ich für mein ausgewähltes zartes Armband brauche. Und das mit einer filigranen Laubsäge. „Der erste Schnitt ist immer das schwierigste.“ feuert mich Hagop an. Und tatsächlich, nach den ersten Sägeversuchen gleitet das Sägeblatt durch das überraschend formbare Material und ich bekomme ziemlich geschickt die Kurve. „Respekt, die meisten Anfänger machen im Schnitt drei Sägeblätter kaputt!“ Na bitte, ich bin also ein Naturtalent und male mir im Geiste schon eine Zweitkarriere als Schmuckhersteller aus. Aber dann (noch vor der Hälfte) beginnen meine Finger, nein, meine ganz Hand zu schmerzen – wer hätte gedacht, dass bereits das Ausschneiden so anstrengend wird? Jetzt heißt es mit Smalltalk von meinem Versagen abzulenken: Ihr seid doch Geschwister, gibt es da ab und zu Streit? „Unsere Beziehung verlief lange Zeit nicht harmonisch und es gab so gut wie keine Kommunikation zwischen uns. Mit Hian Jewellery feiern wir sozusagen unsere neu gewonnene Geschwisterliebe.“ Das erklärt also auch das minimalistische Markenzeichen, das jedes der Hian-Schmuckstücke ziert: zwei kleine Punkte.  „Es gibt nichts Schöneres, als den Beruf auszuüben den man liebt, mit einer Person die man liebt“ , höre ich die Beiden sagen und fühle, wie mir die Tränen kommen. Allerdings nicht wegen dieser wunderschönen Aussage sondern weil der feine Polierstaub ganz schön in Nase und Augen kitzelt. Ein ganz schön wertvoller Nebel, der hier in der Luft liegt, erklärt mir Hagop: „Wenn wir mit Gold arbeiten, stelle ich mich immer auf diese kleine Matte am Hauseingang. Der Mechanismus rüttelt dann den feinen Goldstaub aus meiner Kleidung, der wiederum in einem Auffangsieb landet. Hier wird eben nichts verschwendet.“

 

 

Faires Gold

Womit der Goldschmied auch schon den wichtigsten Punkt bei Hian angeschnitten hat. Denn im Gegensatz zu den meisten Schmuckherstellern achten sie auch auf das Menschenwohl hinter den prachtvollen Preziosen. „In Gold- und Diamantmienen herrschen meistens Menschen-unwürdige Bedingungen, es ist schrecklich.“ Deshalb verwendet das Geschwisterpaar faire Materialien und kooperiert ausschließlich mit heimischen Partnern, von denen sie ressourcensparende, wiederverwertete Edelmetalle beziehen. Außerdem gibt es noch einen besonderen Clou: unansehnliche Erbstücke oder noch nicht ganz überzeugende Flohmarktfunde können hier einfach abgegeben, eingeschmolzen und beliebig verändert bzw. zu etwas ganz neuem gemacht werden. Im Zuge des Workshops kann man das sogar selbst machen!

Etwas, das mir in diesem Augenblick utopisch erscheint, denn ich feile gerade fieberhaft an einem mikroskopisch kleinen, amorphen Verschlussstück, das eigentlich eine schöne ovale Form bekommen soll und schon jetzt spüre ich, wie sich ein Krampf im Daumen anbahnt. Egal, ablenken, charmant lächeln und mir derweil die beeindruckenden alten Maschinen um mich herum ansehen, die schon unzählige Schmuckstücke hervorgezaubert haben
. „Diese Maschinen sind schon uralt und funktionieren trotzdem nach wie vor perfekt. Du wirst es selbst gleich sehen, wenn es ans Gravieren deines Armbandes geht.“ Vor Schreck fällt mir gleich mal das Minimini-Verschlussstück aus der verkrampften Hand, was mir eine 10minüte Galgenfrist einbringt – denn so ein Miniaturteilchen ist mit freiem Auge fast nicht wiederzufinden. Das Gravieren übernimmt dann übrigens Ani für mich, denn das ist ihre geheime Passion, wie sie mir verrät.

 


Und dann liegt das Endergebnis vor mir: ein filigranes Armband mit einem annähernd (wer schaut schon ganz genau hin) runden Kreis aus mattem Sterling Silber. So simpel es aussieht, so nervenaufreibend war die Arbeit daran. Ab sofort werde ich die opulenten Preziosen am Red Carpet mit ganz anderen Augen sehen. Und den Zweitjob? Nun ja, den Plan lege ich lieber mal auf Eis und überlasse diese Kunst den Leuten vom Fach, wie Hagop und Ani.

 

Der Onlineshop sowie alle Infos zum Schmuck Workshop sind unter hian-jewellery.com zu finden!

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