Schwangerschaft: Wie beeinflusst deine Jacke die Silhouette?

by Fabian Zerche

Jacken sind für die stilvolle Frau von heute ein schwieriges Kleidungsstück. Manchmal sehnt sie sich jene Zeiten zurück, als Kostümjacken à la Jackie O. der Dernier Cri waren und man immer gut angezogen war – schließlich wurden diese Jacken eigens für die individuelle Figur angefertigt und man musste sich keine Sorgen machen, nicht gut angezogen zu sein.

Denn was nützt es, wenn man sich mit seinem Outfit unheimliche Mühe gibt, es dann aber mit der falschen Jacke ruiniert? Und das in Zeiten, wo unförmige Daunenjacken die Silhouette ruinieren und uns in Michelin-Männchen verwandeln (Tipp: ein Gürtel hilft, wenn auch nur bedingt)?

Jacken und (Kurz-)Mäntel für stilbewusste Ladys auch in der Schwangerschaft

‘Viele stilvolle Ladys lieben den Geht-immer-Trenchcoat, den eleganten Wollmantel mit klassischem Design, ob uni oder Hahnentritt – und selbst den Funktionsparka, wenn er elegant geschnitten ist! Dies gilt insbesondere, wenn eine stilbewusste Frau schwanger wird, denn eine Umstandsjacke soll nicht nur über die Schwangerschaft mitwachsen und deshalb verschiedenen Jahreszeiten trotzen – sie soll, mit knöpfbarem oder per Reißverschluss einfügbaren Einsatz auch noch das erste Lebensjahr des Neugeborenen begleiten. Schließlich sind die Zeiten, in denen man eine Jacke nur für eine Saison kaufte, längst vorbei. Slow Fashion ist auch in der Umstandsmode angekommen!

So macht ein Umstands-Trenchcoat mit Baby-Einsatz auch nach der Schwangerschaft noch Freude – und wenn das Baby aus seiner „Känguruphase“ rausgewachsen ist, lässt er sich ganz einfach mit dem dazugehörigen Gürtel wieder auf Figur bringen und macht noch lange Freude. Wird der Gürtel während der Schwangerschaft über dem Babybauch getragen, rutscht er danach allmählich wieder auf Taille. Unter welchen Umständen auch immer: Ein heller Trenchcoat – der einen wunderbaren Kontrast zu zarten Wickelkleidern, die in jeder Phase passen, bildet – ist genau das, was stilbewusste Schwangere suchen: ein zeitloser Klassiker.

Dieser ursprünglich vom Militär als Teil der Uniform getragene Mantel – der Name deutet es an: „trench“ steht im Englischen für „Schützengraben“ – begeistert seit über einhundert Jahren stilbewusste Menschen. Auslöser war Thomas Burberry, der 1897 die Stoffart „Gabardine“ entwickelte – ein besonders wasserabweisendes und obendrein stabiles Gewebe, das wie für Soldaten gemacht schien. Der reine Baumwollstoff wird aus kompaktem Twill-Garn gewebt, sodass der Trench zwar witterungsbeständig, aber trotzdem atmungsaktiv ist. Die den Trench bis heute kennzeichnenden Schlaufen auf den Schultern dienten den Offizieren für das Anbringen ihrer Abzeichen. Seit 1914 war der Trenchcoat ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Ausrüstung der British Army. Nach dem ersten Weltkrieg setzte er seinen Siegeszug in der Garderobe der Zivilbevölkerung fort. Heute kommen verschiedene Materialien zum Einsatz, die den Stoff des Trenchcoats weicher machen, etwa ein Baumwollmix aus 60% Baumwolle und 40% Elastomultiester.

Es muss nicht immer Trench sein

Wer sich rechtzeitig – und je nach Jahreszeit, in welche die Schwangerschaft fällt – eine oder zwei Alternativen zum schicken Trench raussucht, kann die Umstandsjacke schon einmal getrost von der umfangreichen Liste an To Dos streichen, die vor und nach der Geburt auf einen zukommt.

Den auch, wenn der Trenchcoat zu fast jedem Anlass und nahezu jeder Jahreszeit eine gute Figur macht, gibt es Gelegenheiten, wo auf andere Jacken zurückgegriffen wird. Zum Beispiel bei Regen auf eine Umstandsregenjacke, die nach Babys Geburt zur Trageregenjacke wird – oder wenn aufgrund kalter Witterung gefütterte bzw. wattierte Mäntel zum Einsatz kommen müssen.

Hier sollte auch in der Schwangerschaft auf einen taillierten oder zumindest figurnahen Schnitt geachtet werden. Schließlich ist der Babybauch vorn. Es gibt keinen Grund, auch den Rest der Figur zu verstecken. Ein Taillen-Tunnelzug kann die gewünschte Silhouette des Outfits je nach Schwangerschaftsstadium anpassen, sodass die Umstandsjacke immer bequem bleibt, dabei aber nie die Proportionen des Outfits ruiniert.

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