Shampoo Bars: Die neue Bedeutung von “Naked”

by DIVA Redaktion

Shampoo Bars sind nicht nur perfekte Reisebegleiter, da sie es problemlos durch jeden Security Check schaffen. So wie die Inhaltsstoffe! Wir sprachen mit LUSH-Produktentwickler Daniel Campbell über die praktische Haarlösungen und die Vorteile von selbstkonservierenden Produkten.

Warum machen nicht-flüssige Produkte Sinn?

Der Vorteil liegt auf der Hand – und das meine ich genau wie ich es sage. Ein festes Produkt kann man ganz handlich einfach überall hin mitnehmen, ganz ohne Verpackung. Perfekt auf Reisen und zudem auch wirklich nachhaltig. Mit unseren Shampoo Bars vermeidet man im Vergleich zur flüssigen Version ganze drei 250 ml Plastikflaschen Müll.

Selbstkonservierung ist bei euch ein großes Thema. Kannst du erklären wie das funktioniert?

Mehr als 65% unserer Produkte sind inzwischen selbstkonservierend. Das heißt, wir verzichten dabei auf die Zugabe von künstlichen Konservierungsstoffen, denn sie bleiben von selber auf natürliche Weise frisch. Das liegt daran, dass wir die Inhaltsstoffe so zusammengestellt haben, dass wir das Bakterienwachstum in unseren Produkten eindämmen.

Das gelingt uns auf unterschiedliche Weise. Bakterien benötigen bestimmte Bedingungen, um sich zu vermehren, vor allem Wasser ist dabei wichtig. So kommt es, dass unsere festen Produkte, die kein oder nur sehr wenig Wasser enthalten, von Natur aus selbstkonservierend sind.

Im Mailänder “NAKED” Store von LUSH gibt es sogar Gesichtspflege völlig ohne Verpackung.

Außerdem greifen wir bei unseren Produkten auf natürliche Konservierungsstoffe zurück, die die Anzahl der Bakterien überschaubar halten. Tonerde, Kalamin, Talkum und Kaolin sind sehr gut darin, überschüssiges Wasser zu absorbieren.
In einige unserer Produkte packen wir Salz, welches alkalisch ist, denn Bakterien können nur in säurehaltigen Umgebungen überleben
. Kakaobutter wiederum hat einen selbstkonservierenden Effekt, da sie bei Raumtemperatur fest ist, wodurch es Bakterien schwer fällt, sich auf ihr auszubreiten. Honig wirkt antimikrobiell, antiseptisch und antibakteriell, was ihn zu einem ausgezeichneten natürlichen Konservierungsstoff macht. Wir benutzen auch pflanzliches Glycerin, welches genau wie Honig dabei hilft, eine Umgebung zu erschaffen, die unvorteilhaft für Bakterien ist – je mehr Glycerin wir benutzen, desto weniger Wasser müssen wir außerdem verwenden, welches Bakterienwachstum fördert.

Was sind die vorteilhaftesten Zutaten in festen Shampoos und Conditioner die nicht in einem flüssigen Shampoo funktionieren würden?

Wir packen nicht unbedingt andere oder bessere Inhaltsstoffe in die Shampoo Bars, es geht eher darum, wie die Produktformel ausgewogen ist, damit man ein festes Produkt daraus machen kann. Der Vorteil liegt wohl eher darin, dass wir die synthetischen Konservierungsstoffe weglassen können und mit natürlicher Wirkung von z.B. Honig oder Salz (siehe Frage 2) arbeiten.

Was sind besonders problematische Inhaltsstoffe und in Haarpflegeprodukten?

Ich muss sagen, dass ich kein Freund von Silikonen bin. Diese sind zwar offiziell nicht schädlich, aber sie legen sich bei jeder Nutzung immer weiter auf die Haare. Anfangs hat man einen schönen Glanz, aber nach einer Weile trocknen die Haare aus, verhindern den natürlichen Schwung der Haare und lagern sich auf der Kopfhaut ab. Über die Kopfhaut wandern die Silikone in den Körper hinein
. Zum Glück reagiert das Material nicht mit dem Körper, aber letztlich landet es dann in der Umwelt und muss dort erstmal von Mutter Natur zersetzt werden. Es kommt hinzu, dass es sehr viele Tierversuche in Sachen Silikone gab, deswegen benutzen wir es natürlich auch nicht.

Gibt es bereits Pläne für neue feste Produkte?

Mo Constantine, Mitbegründerin von Lush hat den Shampoo Bar 1987 zum Patent angemeldet

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. Seitdem ging die Reise immer weiter. Mit festen Massage Bars, Body Conditioner, Duschgel uvm. Seit Anfang Juni haben wir sogar unseren eigenen NAKED Shop in Italien eröffnet. Dort gibt es nur noch feste, unverpackte Produkte. Dazu kommen im Online Shop unsere ersten, festen Foundations. Wir möchten noch mehr Alternativen im Bereich der dekorativen Kosmetik bieten und arbeiten daran. Da gibt es eigentlich kaum Grenzen.

Daniel Campbell ist Produktentwickler und zeichnet sich auch for die Shampoo Bars verantwortlich.

Zur Person

Beim gebürtigen Briten stimmt die Chemie. Das ist auch zu erwarten, denn der jetzige Lush-Produktentwickler und Haarexperte hat gleich mehrere Abschlüsse im Bereich der Biomedizin vorzuweisen. Er wurde sogar für ein Projekt in der Alzheimerforschung ausgezeichnet, nur um sogleich alles über Bord zu werfen, um Musiker zu werden. Bei der Kosmetikkette Lush jobbte er als Mitarbeiter im Shop, um dann bei einem zwei wöchigen internen Praktikum in der Produktentwicklung hinter die Kulissen zu schauen. Das Praktikum hat sich mittlerweile zum Fulltimejob entwickelt. Daniel rockt seit sechs Jahren nur noch in der Freizeit, aber seine Produktkreationen die Badezimmer in aller Welt.

Fotos: Sandra Keplinger, Lush PR

 

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