Trachten-Trends: Mothwurf-Designer Stefanie Schramke im Interview

by divaonline-admin


Mothwurf-Designerin Stefanie Schramke verrät die Trachtentrends 2017.

Aufdrindln ganz ohne Kitsch und Glitzer – die Trachtentrends für 2017 zeigen eine Rückkehr zu einer ursprünglicheren Optik. Was in der kommenden Saison in punkto Dirndl & Co sonst noch im Trend liegt und wie man es richtig stylt erklärt Mothwurf-Designerin Stefanie Schramke im Interview.

Wie wird das Dirndl diese Saison neu interpretiert?

Stefanie Schramke: Klassischer in Schnitt und Muster und auch wieder länger z.B in einer 80er Länge.

Uns sind viele sehr moderne, reduzierte Entwürfe aufgefallen – darf man von einer Rückkehr der Klassik in der Trachtenmode sprechen?

Stefanie Schramke: Ja, immer wenn das Thema Trachtenmode von vielen Anbietern, auch nicht kompetenen, aufgegriffen und auch sehr verkitscht wird, besinnt man sich auf alte Werte. Jedoch darf dabei auf eine moderne Interpretation des Dirndls nicht verzichtet werden, sonst wäre es ein Schritt zurück.

Wie erobert die Tracht den urbanen Raum?

Stefanie Schramke: Generell ist die Tracht zum Eventoutfit geworden. Viele Feiern von Hochzeit, Familienfeiern bis hin zu Bällen, die natürlich auch im städtischen Bereich stattfinden, haben den Dresscode “Tracht”.

Auf welche Stylingtricks greift das junge Publikum zurück um das Dirndl modern zu interpretieren?

Stefanie Schramke: Die Mädchen flechten sich die Haare und tragen Blumenkränze und die Burschen tragen gerne Sportschuhe zu Lederhose und Trachenjanker.

Ist ein Mix mit Streetwear gestattet? Oder muss es immer streng nach Tradition sein?

Stefanie Schramke: Alles ist gestattet, sollte aber einer gewissen Ästhetik entsprechen. Die strengen Auflagen aus der Zeit der Trachtenmappen, wo man wegen eines geringen Stilbruches kritisiert wurde, sind längst vorbei
.

Welche Grundregeln sollte man trotz kreativen Styling trotzdem beachten?

Stefanie Schramke: Minilänge sollte beim Dirndl tabu sein. Mieder- und Dirndl sollten genau passen um die weiblichen Formen zu unterstreichen.

Welchen Schmuck trägt man am besten?

Stefanie Schramke: Weniger ist mehr. Am besten ist es sich für ein schönes Schmuckstück zu entscheiden. Eine schöne Halskette, ein Halsband oder schöne Ohrringe können das Outfit unterstreichen.

Welche Trends orten Sie sonst noch in der Tracht – in Bezug auf Materialien, Schnitt und ähnliches?

Stefanie Schramke: Der Komfort im Bereich Material hat sich sehr verändert

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. Wir verarbeiten z. B. viel mit Stretchqualitäten. Die Rocklängen gleiten etwas nach unten, jedoch ist die knieumspielende Länge immer noch sehr beliebt.

Was wäre das perfekte Modell für Einsteigerinnen?

Stefanie Schramke: Am besten eignet sich dafür ein weiter Rock, der mit einem tradiertem Jackerl und einem bequemen Spitzenshirt kombiniert wird. Diese Teile sind auch einzeln mit modischen Teilen kombinierbar und die Trachteneinsteigerinnen fühlen sich damit auch nicht “verkleidet”.

Wie viele Dirndl sollte man denn ungefähr im Schrank haben?

Stefanie Schramke: Nach oben sind da keine Grenzen gesetzt, jedoch sollte man zumindest ein Dirndl besitzen
.

Worauf sollte man beim Dirndl-Kauf besonders achten?

Stefanie Schramke: Das Dirndl sollte perfekt sitzen.

Damit es ein und für allemal geklärt wäre – könnten Sie unseren Leserinnen nochmal erklären mit was es mit dem richtigen Binden der Masche auf sich hat, oder ist das längst passé?

Stefanie Schramke: Ob die Masche hinten oder vorne gebunden wird ist Geschmackssache. Vorne rechts gebunden war früher nur verheirateten Frauen vorbehalten. Ledige Frauen trugen die Masche vorne links.

Mehr Trends und Informationen zum Thema Tracht gibt es in der aktuellen Ausgabe der DIVA. Mehr zu Informationen zu Mothwurf und Stefanie Schramke finden sie unter mothwurf.com

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