Urlaub in Grün

by divaonline-admin
Ion Adventure Hotel


Von der Rettung eines Korallenriffs über einen Pool mit Geothermalwasser bis hin zur Baumrinde als Seife: Die DIVA stellt acht Hotels vor, die das Wort Ökologie nicht nur als Marketinginstrument begreifen.

Tourismus ist an sich nicht besonders umweltverträglich. Langstreckenflüge, Hotelanlagen in einstmals unberührten Naturlandschaften, Müllberge auf winzigen Inseln – das alles ist unter Umweltaspekten gesehen nicht erstrebenswert. Doch es geht auch anders. Urlauber, die die Welt sehen, aber einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen möchten, finden in den schönsten Gegenden der Welt stilvolle und äußerst durchdachte Öko-Resorts. Dort ist das Wohlergehen der Umwelt nicht weniger wichtig als das Wohlbefinden des Gasts.

Blumenkinderflair in Brasilien: Uxua Casa Hotel & Spa

Uxua Casa Hotel und SPA

Uxua Casa Hotel und SPA

Trancoso wurde in den Siebzigerjahren von Hippies auf der Flucht vor dem Gewinnstreben der Welt entdeckt. Das Luxus-Öko-Resort hat sich etwas vom Flair der Blumenkinderzeit bewahrt – und mit Elementen aus den Kulturen von Ureinwohnern und der aus Afrika verschleppten Sklaven verbunden.

Das Ergebnis ist ein Resort, das wenig in die Umwelt eingreift, aber alles Positive von ihr in sich vereint.

500 Jahre alt ist der von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärte Quadrado, der zentrale Platz im Herzen des alten Trancoso. 500 Jahre alt sind auch die meisten der Gebäude, die ihn einrahmen. Mittendrin liegt das Uxua Casa, ein kleines, feines Fünf-Sterne-Hotel. Kann das zusammenpassen? Es kann. Denn die Casas – insgesamt sind es zehn – wurden in traditioneller lokaler Bauweise errichtet, erinnern zumindest in ihren äußeren Formen an die bescheidenen Fischerhäuser der Gegend und bestehen aus wiederverwerteten Materialien. Einige sind sogar tatsächlich alt: Die Casa Seu Pedrinho ist nach dem lebensfrohen Pedrinho benannt, der zu Lebzeiten bei keiner Feier fehlte und bei allen religiösen Festen eine führende Rolle spielte. Unmerklich sind die großzügig geschnittenen Häuser in die üppige Vegetation eines tropischen Gartens eingefügt. Hier verschwindet die Welt, es bleibt nur das wunderschöne alte Dorf, die Mangrovenwälder der Umgebung und die spektakulären Strände, die sich unterhalb der Klippen erstrecken und zu den schönsten im Bundesstaat Bahia gehören.

Ansonsten steckt der Luxus im Detail: von den Bio-Pflegeprodukten in luxuriösen Badezimmern über unaufdringlichen, perfekten Service bis zu 40000 grünen Aventurin-Quarzkristallen aus Bahia, die den Pool auskleiden und denen heilende Wirkung nachgesagt wird.

Uxua Casa Hotel & Spa, Trancoso, Porto Seguro, Bahia, Brasilien

Grüner Luxus in Island: Ion Adventure Hotel

Ion Adventure Hotel

Ion Adventure Hotel

Naturerlebnisse vom Gletscherwandern bis zum Fliegenfischen, entspannte isländische Gastlichkeit und die nach ökologischen Kriterien erbaute Luxus-Lodge inmitten der Wildnis bilden eine Autostunde von der Hauptstadt Reykjavik entfernt den perfekten Ort, um Islands einzigartige Landschaft mit allen Sinnen zu erleben. Ein ausgeklügeltes Konzept sorgt dafür, dass die Natur bei allem Luxus nicht zu kurz kommt.

Das Hotel liegt auf dem Vulkan Hengill, der beruhigenderweise zuletzt vor 2000 Jahren ausbrach und sich frühestens in 2000 weiteren Jahren wieder melden soll. Die Energie des schlummernden Vulkans ist dennoch spürbar, sprudelt sie doch in Form von heißem Wasser an die Oberfläche. Diese Quellen werden allerdings nicht unmittelbar genutzt. Vielmehr wird mit ihnen kaltes Wasser auf Temperaturen erwärmt, die dem Menschen erträglich sind. Alle Häuser des Inselstaats werden übrigens auf diese Art beheizt und mit warmem Wasser versorgt.

Das Ion-Hotel speist zudem seinen heißen Außenpool mit Geothermalwasser. Fürs Interieur wurden ebenfalls Materialien aus der Natur verwendet: Lava, Holz und isländische Wolle prägen die Einrichtung. Handwaschbecken sind aus alten Reifen gefertigt, Tische und Stühle aus unterschiedlichen Recycling-Materialien, Lampen aus Lava und in der Natur gefundenen Holzstücken. Die Kosmetikprodukte in den Badezimmern basieren auf isländischen Kräutern und von der Bettwäsche bis zum Essen im Restaurant besteht alles aus Bioprodukten oder, wenn Zutaten auf Island nicht gedeihen, aus fair gehandelter Ware.

Das bereits bestehende Gebäude wurde 2011 nach ökologischen Kriterien saniert und erweitert. Natürliches Licht steht im Mittelpunkt der Architektur – nicht nur, weil die Menschen es im isländischen Winter mehr als alles sonst zu schätzen lernen, sondern auch, weil die Aussichten auf Vulkanhänge und Lava Wellness fürs Auge sind.

Ion Adventure Hotel, Island

Ökologisch korrekte Safaris: Sgera Retreat, Kenia

Segrea Retreat

Segrea Retreat

Zwischen Mount Kenya und Great Rift Valley eröffnete 2013 auf dem Laikipia-Plateau ein Resort, das sich vier »C« verschrieben hat: »Conservation, Community, Culture und Commerce« steht für Erhaltung, Gemeinschaft, Kultur und Kommerz, wobei sich Letzterer auf die einheimische Bevölkerung bezieht. Denn diese wird hier so einbezogen, dass sich Nachhaltigkeit und Erhalt der Natur, auf die sich der Tourismus stützt, auch und vor allem für sie lohnt.

Die Urlauber, die in der Öko-Lodge der Natur ganz nahe kommen, schöpfen aus den vier »C« Inspiration, Erholung – und ökologische Aufklärung. Dafür sorgt schon das Informationszentrum »4C the future«, in dem der Gast lernt, auf welche Weise sich Zukunft gestalten lässt und wie sich der Besuch jedes Einzelnen auswirken kann. Konkret bedeutet es noch viel mehr: Bäume pflanzen, auf tier-und umweltfreundliche Safari gehen, den ganzen Zauber Afrikas erleben. Vonseiten des Resorts bedeutet es Beobachtung der Wildtierbestände, Projekte zur Erhaltung gefährdeter Arten, Maßnahmen zur Wasseraufbereitung in den umliegenden Dörfern sowie Ausbildungs-und Beschäftigunsprojekte für die lokale Bevölkerung. In der Küche finden Erzeugnisse aus der Umgebung Verwendung, der Küchenchef kauft vorzugsweise in Betrieben, die sozial und ökologisch verantwortlich wirtschaften. Ob das alles funktioniert? Ja. Als Jochen Zeitz, Gründer der gleichnamigen Stiftung, das Gelände 2005 übernahm, war das Land übergrast, die Tierbestände durch Wilderer dezimiert. Heute sind hier gefährdete Spezies zu Hause, die Artenvielfalt ist wieder hergestellt. Trotz Tourismus.

Segera Retreat, Kenia

Korallen retten: Four Seasons Resort Landaa, Malediven

Four Seasons Resort Landaa

Four Seasons Resort Landaa

Ein Stück Koralle aus einem Behälter fischen, auf das eiserne Gestell setzen und mit der anderen Hand das Plastikband um Koralle und Gestell legen und durch eine Lasche ziehen. Die Nächste, bitte! Schwierig ist es nicht, Korallen zu transplantieren – zumindest dann nicht, wenn man sich auf die ausführenden Handgriffe beschränkt. Nach zehn Minuten haben die Meeresbiologen aus Spanien, die hier ein Praktikum absolvieren, und die Urlauberin aus Japan, die den Korallenrahmen gespendet hat, sämtliche Ableger der Arten Acropora austera und Montipora follosa am sechseckigen Stahlgerüst befestigt. Einer der Praktikanten ergreift es, trägt es zum Steg und lässt es ins Wasser platschen. Dort liegen bereits einige hundert Korallenrahmen. Die älteren sind von zahlreichen bunten Fischen umschwärmt und unter ihrem dichten Korallenbewuchs kaum mehr zu erkennen.

Die Koralle Acropora austera wächst mit zwei Zentimetern pro Monat geradezu rasant. Verschiedene andere Arten von Steinkorallen, die ein mittleres bis rasches Wachstumstempo aufweisen, werden ebenfalls erfolgreich transplantiert und sorgen für eine gewisse Artenvielfalt. Schnelles Wachstum ist wichtig, weil die Insel so am besten vor Erosion geschützt wird. Andere Arten werden transplantiert, um etwa gezielt gefährdete Fischarten wie beispielsweise den Rippen-Falterfisch anzulocken und so den Bestand zu sichern.

In den Tagen nach der Wasserung des Korallenrahmens wird ein Foto aufgenommen und online gestellt. So kann jeder Spender das Wachstum seines Stückchens Riff verfolgen. Die Rahmen kosten je nach Größe zwischen einhundertfünfzig und sechshundert US-Dollar -für die Gäste eines Resorts dieser Preiskategorie kaum mehr als ein Abendessen.

Die Riffgärtner des engagierten Projekts »Reefscapers« versuchen, sämtliche negativen Nebenwirkungen auszuschließen. Denn auch die besten Absichten bedeuten Eingriffe in die Natur mit nicht immer vorhersehbaren Folgen
. Mit der Herstellung der sechseckigen Gestelle, die aus Stahl bestehen und auf die Sand geklebt wird, verdienen die Malediver von der 250-Einwohner-Insel Fulhadhoo im Baa-Atoll ihr Geld. Das Material kommt aus nicht allzu weiter Ferne, nämlich aus Indien. Befestigt werden Korallen, die -versehentlich oder durch Stürme – aus bestehenden Riffen gebrochen wurden, sowie Fragmente von solchen, die bereits auf den Gestellen wachsen. Die Fische gelangen als junge Tiere mit der Strömung in die Lagune und wachsen in den Korallen heran. Ihnen folgen größere Artgenossen und Raubfische. Handelte es sich bei der bunten Fauna rund um die Rahmen ausschließlich um angelockte Fische, würde durch das künstliche Riff das echte geleert – und somit ein echtes Eigentor erzielt. Die Bestände an den natürlichen Riffen sind jedoch unverändert geblieben.

Four Seasons Resort Landaa Giraavaru, Malediven

Outdoor Feeling: Alila Villas Soori & Uluwatu, Bali

Alila Villas Uluwatu

Alila Villas Uluwatu

An einem langen Strand im Südwesten von Bali liegt das Soori Estate und verbindet mit seinen zehn Schlafzimmern, opulenten Wohnbereichen, Infinity-Edge-Pool, Außen-Jacuzzi, bildschönen Gärten und den Diensten eines Butlers vollendeten Luxus mit der Schönheit Balis. Die Soori-Villa besitzt ähnliche Vorzüge, richtet sich mit fünf Schlafzimmern aber an kleinere Gruppen oder Familien. Und wer es noch intimer haben möchte und lieber in den Bergen als am Strand die Schönheit Balis auf sich wirken lassen möchte, findet unter den Soori-Villen sein balinesisches Traumhaus: In den Mountain-Pool-Villen mit nur einem Schlafzimmer gehen innerer und äußerer Wohnbereich unmerklich ineinander über, überall ruhen die Augen auf leuchtend grünen Reisfeldern und dem Berg Batukaru in der Ferne. Noch schöner: Die Luxusbauten wurden nach ökologischen Gesichtspunkten erbaut, lokale Handwerker engagiert, die mit einheimischen Materialien nach traditionellen Prinzipien arbeiten. Die Küchenchefs der Villen pflegen dauerhafte Handelsbeziehungen mit örtlichen Produzenten. Auch das Personal stammt aus der Umgebung. Junge Menschen aus den Dörfern ringsum erhalten hier Ausbildung und Anstellung. So entstehen vielfältige Beziehungen zwischen Dörfern und Villen, die keine von der Destination und der Lebensrealität ihrer Bewohner völlig abgetrennte Parallelwelt bilden. Auch wenn sich vor allem Flitterwöchner hier wie in einer solchen fühlen können. Hochzeitspaare, die mit sich und dem Indischen Ozean ganz alleine sein wollen, finden in den Uluwatu-Villen Erfüllung. Auf den Steilklippen im Süden Balis ist der Service so unsichtbar wie wirkungsvoll, die Illusion von Einsamkeit kann auch der im Stillen wirkende Koch nicht zerstören.

Alila Villas Soori & Uluwatu, Bali, Indonesien

Im Garten des Tigers: »The Spice Village«, Kerala

Spice Village

Spice Village

Im Buch, in dem die Gäste von ihren Erlebnissen bei Touren durch den Nationalpark Periyar berichten, listen sie ihre Wildbegegnungen auf. Seitenlang ist von Elefanten, Affen und Wildschweinen die Rede, dann steht dort »Tiger«, mit drei Ausrufungszeichen. Bemerkenswert ist das »Gewürzdorf« aber nicht nur wegen seiner Nachbarschaft zu den exotischsten Tieren Indiens. Die Öko-Lodge nahe der Grenze Keralas zum Bundesstaat Tamil Nadu hat sich einem Tourismus verschrieben, der den Besuchern die Natur nahebringen und die Umwelt schonen soll. Zur Philosophie gehört, von den Menschen zu lernen, die hier seit jeher im Einklang mit der Natur leben.

Vom Stamm der hier heimischen Urali hat man sich einiges abgeschaut: In der Dämmerung wird zur Abwehr von Insekten vor den Cottages Black Damur, eine Harzsorte aus dem Wald, entzündet; in den Zimmern sind die Böden zum selben Zweck mit Zitronengrasöl behandelt
. Und auch die Details im Badezimmer verraten, dass man es hier wirklich ernst meint mit dem Umweltschutz
. Am Waschbeckenrand liegt keine Seife, sondern »Inja« – ein unzeremoniell in Papier eingeschlagenes Stück Baumrinde, das weibliche Angehörige der Bergstämme wegen seiner reinigenden Eigenschaften zur Körperpflege nutzen.

Das Wasser im Pool ist frei von Chlor und Salz, die Lampenschirme in den Zimmern bestehen aus Altpapier, das in einem Schuppen im hauseigenen Bio-Garten eingeweicht, püriert und mit einer Papierpresse recycelt wurde. Auch die Gäste können aus den Zeitungen der Vorwoche handgeschöpftes Briefpapier herstellen. Die 52 mit Elefantengras und Bambus gedeckten Cottages kommen ohne Fernseher und ohne Klimaanlage aus. Offene, mit Moskitonetzen gesicherte Fenster sorgen für angenehmes Raumklima. Auf knapp 1000 Metern Höhe ist die Luft aber ohnehin zehn bis fünfzehn Grad kühler als an der Küste. Im Restaurant »The 50 Mile Diet« wird nichts serviert, was auf dem Weg in die Küche mehr als 80 Kilometer zurücklegen musste. Das ist auch gar nicht nötig. Die Cottages liegen in einem Garten, in dem die meisten Zutaten und Gewürze der südindischen Küche wachsen: Pfefferpflanzen, die an Baumstämmen emporranken, Ingwer-und Zitronengrasbüsche, rotes Basilikum, Kurkuma und Kardamom, Pomelos, Papaya und Jackfrucht.

»The Spice Village«, Kerala

Autolos: Vigilius Mountain Resort, Südtirol

Vigilius Mountain Resort

Vigilius Mountain Resort

Keine Straße führt aufs Vigiljoch. Mit der Seilbahn geht es von Lana aus ins Refugium auf 1500 Meter Meereshöhe. Sieben Minuten dauert der Transfer auf die Insel in den Bergen. Oben angekommen, lautet die Devise: Adieu, Stress!

Zu hören ist nur die Natur. Vor dem eindrucksvollen Bergpanorama spielt der Mensch nur mehr eine Nebenrolle

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. Sein Alltag auch.

Das nach ökologischen Prinzipien erbaute Hotel besteht aus Holz und Glasflächen und schafft so beste Bedingungen für ein positives Wohngefühl. »Eco, not ego« – so lautete das Motto von Architekt Mattheo Thun. Er verwendete für den Bau das Lärchenholz, das auch die Umgebung dominiert; im Außenbereich wie im Inneren ließ er es unbehandelt. Das Holz und die dreifach verglasten Fensterfronten speichern Wärme, was sich im Alpenwinter als hilfreich erweist: Der Heizbedarf ist dank Konstruktionstechnik und Gebäudehülle gering, geheizt wird mit Biomasse. Diese Eigenschaften brachten dem »Holzhaus« neben zahlreichen Auszeichnungen die Klassifizierung als »Klimahaus A« ein. Zudem schaffen Holz und Glas eine angenehme Atmosphäre und bieten überall weite Blicke auf die eindrucksvolle Natur. Wie ein liegender Baumstamm schmiegt sich das Hotel in die Landschaft, mit Panoramablick auf die Dolomiten, und wird so als Teil der Umgebung wahrgenommen.

Klare Linien, weite Blicke und natürliche Materialien prägen auch die Ausstattung des Restaurants »1500« und der Zimmer. Aus den Leitungen plätschert reines Quellwasser. Sogar im Infinity-Pool schwimmt der Gast in reinem Meraner Mineralwasser

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. Dennoch wird mit Wasser wie mit Papier sparsam umgegangen. Dass im Restaurant »1500« Produkte aus Südtirol und insbesondere aus der näheren Umgebung im Mittelpunkt stehen, versteht sich von selbst.

Vigilius Mountain Resort, Vigiljoch, Südtirol

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