Warum wir beim Schenken auch etwas für uns tun

by Fabian Zerche

Egal, ob zum Geburtstag oder zu Weihnachten – Geschenke gehören dazu. Obwohl Schenken ohne Gegenleistung dem wirtschaftlichen Prinzip widerspricht, macht es uns glücklich. Warum das so ist.

Ganz uneigennützig sind Geschenke nicht

Weihnachtsfeiern und Geburtstage haben eine lange Tradition. Man trifft sich an diesen Tagen mit der Familie oder mit Freunden und stärkt auf diese Weise das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gruppe. Menschen sind soziale Wesen und der Wunsch nach Zugehörigkeit ist in unseren Genen tief verankert. Gruppenrituale, sei es das gemeinsame Essen, Musizieren oder der Austausch von Geschenken erfreuen die Beschenkten, erfüllen aber auch den Zweck, die anderen Mitglieder der Gruppe von unserer eigenen Zugehörigkeit zu überzeugen und unseren Platz im Miteinander zu sichern. Schenken ist eine der ältesten Traditionen und seit Menschheitsbeginn ein wichtiger Teil des kollektiven Gefüges. Das Geben und Nehmen gilt in vielen Kulturen als Ausdrucksform des sozialen Handelns.

Warum Schenken glücklich macht

Schenken macht Spaß und stärkt die Beziehungen zwischen Partnern, Eltern und Kindern oder Freundinnen. Studien haben gezeigt, dass die Freude über Geschenke, die wir anderen bereiten, viel länger anhält als die Freude über Dinge, mit denen wir uns selbst beschenken. Doch nicht jedem fällt es leicht, etwas für seine Lieben zu finden und die alljährlich wiederkehrenden Anlässe führen bei einigen Menschen zu Kopfzerbrechen. Sei es ein besonderer Jahrestag, der Geburtstag der besten Freundin oder Weihnachten – wer nicht auf den letzten Drücker die üblichen Standard-Geschenke kaufen möchte, sollte schon lange vorher über Präsente nachdenken. Geschenke, die von Herzen kommen und die mit Bedacht ausgewählt wurden, bleiben meist in guter Erinnerung. Auch Selbstgemachtes kommt gut an. Hobbys oder Lieblingsspeisen – zeigen Sie dem Beschenkten, dass Sie gut zugehört haben, als er das letzte Mal von seinen Wünschen gesprochen hat.

Lottogewinn verschenken: Das müssen Sie beachten

Viele Menschen träumen von einem Sechser im Lotto. Dieser Traum treibt sie an, wöchentlich einen Tippschein auszufüllen. Wer das große Los gezogen und die richtigen Lotto Gewinnzahlen angekreuzt hat, erhält den Lottogewinn in Deutschland steuerfrei und darf frei darüber verfügen. Egal, ob der Gewinner verreisen möchte, sich ein Haus oder ein Auto kauft oder sparen wird – hohe Lottogewinne erfüllen manche Träume und helfen dabei, die finanziellen Alltagssorgen zu reduzieren. Das eigene Glück wird sogar noch größer, wenn man es teilt. Diese Erkenntnis bringt manche Menschen dazu, ihren Lottogewinn mit dem Partner, den Kindern oder Enkeln zu teilen oder ihn sogar ganz zu verschenken.

Wie hoch ist die Schenkungssteuer?

Allerdings fällt eine Schenkungssteuer an, wenn der Gewinn geteilt oder verschenkt wird. Wie hoch diese Steuer ist, hängt von der Höhe der Geldsumme ab und von der verwandtschaftlichen Beziehung zwischen Empfänger und dem Schenkenden. Je enger die Verwandtschaft ist, desto höher ist der Freibetrag. Für einen Ehepartner gilt ein Freibetrag von 500.000 Euro, für Kinder liegt er bei 400.000 Euro und für Enkel bei 200.000 Euro. Erst wenn der Betrag der Schenkung höher ist als der Freibetrag, wird auf den übersteigenden Teil eine Schenkungssteuer erhoben, die sich nach der individuellen Steuerklasse des Beschenkten richtet. Wer diese Steuer vermeiden möchte, hält sich mit seiner Schenkung unterhalb der Freibetragsgrenze oder verschenkt höhere Summen in mehreren einzelnen Zahlungen mit zeitlichem Abstand.

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