We should all be feminists

by DIVA Redaktion


Wie Mode und Feminismus mehr und mehr in Symbiose leben.

Es war der 7. Oktober 2016, vier Wochen vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl, als sich Demokraten und Experten sicher waren: Die Wahl ist für Donald Trump gelaufen. An diesem Tag leakte ein altes Fernsehtape, in dem Trump seinen degradierenden Sager “Grab them by the pussy” losließ. Seine Aussagen waren nicht nur sexistisch sondern legitimierten sexuelle Übergriffe an Frauen. Was er als “Locker Room Talk” abtat, war für Medien, Beobachter und Meinungsforscher ein derartiger Fehltritt, dass man Hillary Clinton den Sieg mit bis zu 80%-iger Wahrscheinlichkeit zusagte. Trump hatte den vermeintlich größten, taktischen Fehler begangen und kurz vor der Wahl die Frauen verloren. Doch es sollte anders kommen.

Suffrage Parade in Washington, 1913

Zeitsprung zum 3. März 1913, dem Tag der Suffragette Parade in Washington, anlässlich der Angelobung von Woodrow Wilson zum 28

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. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Bewegung protestierte gegen “die politische Organisation der Gesellschaft, von der Frauen gänzlich ausgeschlossen sind”. Ihren Ursprung fanden die Suffragetten in England 1903. Emmeline Pankhurst und ihre Töchter waren die Rädelsführerinnen der feministischen Bewegung, die für das Stimmrecht von Frauen eintrat. Sie gründeten die Partei WSPU (Women’s Social and Political Union), nachdem in Neuseeland und Australien das Stimmrecht eingeführt worden war. Sie fuhren einen radikalen Kurs mit dem Slogan “Deeds not words” und machten mit gezielten Störaktionen auf politischen Veranstaltungen von sich reden
. Sie schrieben Slogans auf Taschen, Scherpen und Schürzen. Auch Fächer und Hutbänder waren mit “Votes For Women”-Aufforderungen beschriftet. Als offizielle Farben der Bewegung galten Grün für die Hoffnung, Violett für die Würde und Weiß für die Ehrenhaftigkeit.

Emily Davison stürzte sich für die Bewegung vor ein Pferd von King George V.

Im Mai 1913 erreichten die Frauenproteste ihren Klimax, als sich die Suffragette Emily Davinson beim Derby in Epsom vor ein Pferd warf. Ihr Opfer wurde perfekt inszeniert: Sie wählte eine Kurve, in der Filmkameras und Fotografen gut positioniert waren. Auch Reiter und Pferd waren nicht zufällig; sie gehörten King George V. Dieser erkundigte sich übrigens nur nach dem Wohl seines Reitteams. Davinson verstarb vier Tage später, ihr Begräbnis wurde von den Suffragetten als Triumphzug in Szene gesetzt. Zu Kriegsbeginn wurde es ruhig um die Suffragetten, und so kam es erst 1919 zur Umsetzung des Wahlrechts für Frauen in England.

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Am 21. Jänner 2017 versammelten sich bis zu 470.00 Menschen in Washington beim Women’s March um gegen Trump und seinen Sexismus zu protestieren. Darunter waren auch Oscar-Preisträgerinnen Jessica Chastain und Natalie Portman. Letztere trug ein Dior-T-Shirt mit der Aufschrift “We Should All Be Feminists”. Maria Grazia Chiuri hatte mit dem T-Shirt bei der Spring/Summer 17 Show von Dior aufsehen erregt. Das T-Shirt war noch vor offiziellem Release ausverkauft, obwohl es saftige 710 Dollar kostete.

Die Aufschrift ist eine Hommage an einen Essay der nigerianischen Aktivistin Chimamanda Ngozi Adichie.„Als ich bei Dior anfing, sagten dort alle, Dior sei weiblich“, so Chiuri in einem Interview mit dem Guardian. „Nur bedeutet der Begriff ,weiblich‘ für mich als Frau etwas anderes als für einen Mann. Ich dachte: Wenn Dior weiblich ist, heißt das, es geht bei Dior um Frauen. Und zwar nicht um Frauen vor 50 Jahren, sondern um das Frausein hier und heute.“ Eine klare Anspielung auf die gesellschaftliche Negativentwicklung und die Bedeutung von Feminismus dieser Tage? “Alte Stereotypen wie eine Feministin auszusehen hat oder nicht, interessieren mich nicht
. Ich glaube nicht, dass es den einen richtigen Weg gibt, eine Feministin zu sein.”

Natalie Portaman beim Womens March in L.A.

Dior ist nicht die einzige Marke, die sich dem Thema der Frauenrechte widmet. Auch Prabal Gurung und Creatures of Comfort bedrucken ihre Shirts mit Slogans wie “The Future Is Female”
. Ein Trend, der nicht nur ein modisches Statement setzt, sondern auch vom Mut der Trägerin zeugt. Zu lange schienen bekennende Feministinnen als männerhassende, maskuline Frauen verschrien zu sein. Der junge Feminismus hat sich weiterentwickelt und steht zu seinem hohen, ästhetischen Anspruch. Die Frauen, die ihn bewegen, lassen sich nicht mehr vorwerfen oberflächlich zu sein, nur weil sie sich für Trends und Make up interessieren. High Fashion und Frauenrecht passen besser zusammen denn je, vor allem weil die Modebranche stets neue, weibliche Persönlichkeiten hervorbringt.

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Bestes Beispiel dafür ist die Künstlerin Petra Collins. Dieses Jahr kuratierte sie eine Ausstellung für das New Yorker MoMA mit dem Titel “In Search Of Us”. In der Show beleuchtet sie die Darstellung von weiblichen Körperstereotypen von der frühen Kunstgeschichte bis zum Contemporary. Trotzdem hat sie kein Problem damit, sich für die Gucci-Kampagne ablichten zu lassen. Für ihren Instagram Account portraitiert sie fast ausschließlich Frauen und betont, dies durch die weibliche Brille zu tun – “the female gaze”. Collins ist soetwas wie ein moderner Andy Warhol – sie kuratiert, fotografiert und ist gleichzeitig Model. Und Andy Warhol ist dieser Tage eine Frau.

I ❤️️@dior

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Dass die Errungenschaften von Frauenrechtlerinnen keine Selbstverständlichkeit sind, zeigen Würdenträger wie Trump & Co. auf unverblümte Weise. Auch hierzulande wurde beinahe ein Mann zum Präsidenten gewählt, der mehr Interesse daran zu haben scheint, Frauen wieder zur “Brutpflege” abzukommandieren

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. Die politische Gegenwart zeigt, dass die positive Entwicklung der Frauenrechte nicht selbstredend ist. Anscheinend muss man sie immer wieder ins Gedächtnis rufen. Wir sollten wirklich alle Feministinnen sein, und dieses Statement zur Schau tragen.

Fotos: Getty Images


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