Welchen Preis hat ein gutes Foto?

by DIVA Redaktion

Im Zuge der #metoo-Debatte werden nun auch Vorwürfe der sexuellen Belästigung von männlichen Models gegen Mario Testino und Bruce Weber bekannt.

Die #metoo-Debatte zieht weitere Kreise, als zuerst angenommen. Nachdem Terry Richardson 2017 endlich bei Conde Naste entlassen wurde, nachdem Models wie Coco Rocha jahrelang von sexueller Belästigung am Set mit dem Starfotografen berichteten, geht es nun auch Bruce Weber und Mario Testino an den Kragen.

Kendall Jenner und Mario Testino
. Bei Royals und Frauen als Fotograf als Charmeur bekannt, von männlichen Models und Assistenten gefürchtet.

Vor Kurzem brachen auch männliche Topmodels ihr Schweigen. Ryan Locke, Robyn Sinclair und Terron Wood machten gegenüber der New York Times Statements über die zwei Starfotografen. Sexuelle Belästigung bis hin zur Nötigung scheinen hier genauso an der Tagesordnung zu sein wie in Hollywood. Nur, dass es sich hier um männliche Opfer handelt.

Mario Testino, Lieblingsfotograf der britischen Royals und Cheffotograf von Burberry scheint eine lange Historie an sexuell fragwürdigen Fotoshoots mit männlichen Models zu haben. “Wenn man für Testino arbeiten wollte, musste man vorher in sein Chateau für eine Nude-Session kommen”, erzählt Jason Fedele. Das Gucci-Model berichtet, dass es bei dieser (und anderen Gelegenheiten) zu sexuellen Übergriffen kam.

Bruce Weber ist einer der angesehendsten Fotografen der Modebranche. Hier als Gewinner bei den FashioN Awards 2016.

Auch Bruce Weber scheint in männlichen Modelkreisen einen ähnlich schlechten Ruf zu haben. Während privaten Sessions wurden Models dazu aufgefordert, sich auszuziehen und mit ihrer Hand die Stellen zu berühren, an denen sie “die meiste Energie” spürten. Oft griff Bruce Weber selbst ein und berührte die Models unangebracht. Alles im Namen der Kreativität und der Kunst.

 

Erste Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Terry Richardson am Set kamen 2010 ans Tageslicht.

Beide Fotografen weisen die Vorwürfe aufs Schärfste zurück – doch die Modeindustrie reagiert schnell. Ob das Machtkonstrukt, dass diese Fotografen in der Modebranche haben, ähnlich dicht aufgebaut ist wie bei Terry Richardson, wird sich zeigen. Es bleibt fraglich, warum Marken und große Modezeitrschriften fast acht Jahre brauchten, um Richardson für sein Handeln abzustrafen. Ob es bei Testino und Weber ähnlich lang dauern wird, muss sich erst zeigen

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. Man kann davon ausgehen, dass die neue Sensibilisierung für sexuellen Machtmissbrauch jetzt schneller ihre Früchte tragen wird. Aber gerade im Besispiel von Weber und Testino sieht man auch, dass die Aussagen von Männern schneller ernst genommen werden als von ihren weiblichen Pendants.

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